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kollex Bier-Monitor 2025: Jeder zehnte Bier-Liter in der Gastro ist alkoholfrei

Am ersten Freitag im August ist der Internationale Tag des Bieres! Pünktlich zeigt der kollex Bier-Monitor 2025: Gäste deutscher Gastronomien haben weiterhin Durst auf den Gerstensaft. Doch wandern alkoholfreie Varianten und Biermischgetränke immer häufiger über den Tresen. Letztere haben Helles und Lager bereits überholt und liegen mit einem Anteil von knapp acht Prozent hinter Pils und Weizen auf Platz drei der beliebtesten Bierkategorien. Der kollex Bier-Monitor gibt Aufschluss, wie sich die Bier-Trends regional zeigen.

Drew Farwell, UnsplashDrew Farwell, Unsplash

Im Süden: Wo Helles und Weizen die meisten Fans finden

In Bayern hat Pils den schwersten Stand: Die Biersorte macht lediglich 13 Prozent der Bierbestellungen aus – bundesweit liegt der Anteil bei fast der Hälfte. Stattdessen setzen bayerische Gastronom:innen auf Helles, Lager und Weizen. Für ihre Gäste bestellen sie  hier am liebsten Augustiner Bräu. Auch in Baden-Württemberg liegt Weizenbier mit vorn und wird nahezu doppelt so häufig bestellt wie im Bundesdurchschnitt. An der Spitze steht hier aber ein Pils, nämlich Rothaus aus dem Schwarzwald.

Im Südwesten feiert Bitburger Heimspiel und alkoholfreies Bier hat Konjunktur

Bitburger erklimmt in Rheinland-Pfalz und im Saarland das Treppchen gemeinsam mit dem Benediktiner – beide zählen nach Krombacher zu den deutschlandweit beliebtesten Marken. Besonders gut kommen auch das Benediktiner Weissbier Alkoholfrei und die 0,0-Promille-Varianten aus der Bitburger Brauerei in der Eifel an. Fast jede vierte Bierbestellung ist in den südwestlichen Bundesländern bereits alkoholfrei.

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„Der Trend bewegt sich immer stärker in Richtung ‘Ganz oder gar nicht’. Davon profitieren Spirituosen auf der einen und 0,00-Promille-Biere und alkoholfreie Erfrischungsgetränke auf der anderen Seite“, sagt Marvin Möllmann, Verkaufsleiter für den Getränkefachgroßhändler Gefromm Getränke aus Nordrhein-Westfalen.

Auch in der Bierhochburg NRW steigt Bitburger auf. Die Marke schafft den Sprung auf Platz zwei der Beliebtheitsskala – direkt hinter Krombacher und noch vor dem deutschlandweit beliebten und im Sauerland beheimateten Veltins.

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Von der Mitte in den Norden: Krombacher und Veltins Pilsener beliebt

Krombacher bleibt in seiner Heimat Nordrhein-Westfalen die Nummer eins, aber auch in Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt. Neben den Platzhirschen Krombacher und Veltins Pilsener fragen Gastronom:innen lokale Biersorten nach: in Niedersachsen besonders Jever Pilsener, in Hessen das Licher Premium Pils, in Schleswig-Holstein Flensburger und in Sachsen-Anhalt Radeberger Pilsener. In den Stadtstaaten fällt die erste Wahl auf die Lokalmatadore: Astra in Hamburg und Beck’s in Bremen. In der Hauptstadt wandern am häufigsten Biere aus der Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei über den Tresen.

Themen in diesem Artikel
Beverage

Der Osten: Zwischen Export, Schwarzbier und Biermix

In den östlichen Bundesländern konkurrieren Pils, Export und Schwarzbier. In Thüringen liegt das einheimische Köstritzer vorn, in Brandenburg das Ur-Krostitzer aus dem benachbarten Sachsen. Dort wiederum führt ein Leipziger Exportbier die Beliebtheitsskala an, nämlich das der Marke Sternburg. Schwarzbier wandert im deutschlandweiten Vergleich am häufigsten in Mecklenburg-Vorpommern über den Tresen.

„Bier läuft bei uns nach wie vor solide, kommt aber nicht an unseren Sommerklassiker Aperol Spritz heran. Dafür holen Biermischgetränke langsam auf. Insgesamt beobachten wir, dass unsere Gäste preissensibler werden. Beim Wein greifen sie häufiger zu unseren günstigeren Optionen. Bei alkoholfreien Drinks liegen hausgemachte Limonaden und Zero-Produkte zunehmend im Trend.“, sagt Marie-Josephine Kepp, gastronomische Leitung im Aparthotel Waterkant Suites in Börgerende an der Ostsee.

In Mecklenburg-Vorpommern folgt Störtebeker knapp hinter dem meistbestellten Lübzer Pils, das auch als Radler sehr beliebt ist. Die meisten Biermix-Getränke schenken Gastronom:innen ihren Gäst:innen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt aus. Hier ist fast jede zehnte Bierbestellung bereits ein Biermischgetränk.

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Deutschlandweit klettern Biermixgetränke auf der Beliebtheitsskala nach oben – allen voran Desperados Original. Auf das beliebteste Biermixgetränk der deutschen Gastronomie-Besucher:innen folgt Krombacher Radler und ein weiterer, besonders in Clubs beliebter Tequila-Bier-Mix, nämlich von der Marke SALITOS. Ebenfalls in die Top 5 schaffen es Bitburger Radler und SALITOS Ice. Das beliebteste Cola-Bier ist MiXery Bier+Cola+X, das es deutschlandweit auf Platz zehn der Biermix-Charts geschafft hat.

Fazit: Zwischen Heimatliebe und neuen Vorlieben

Der Bier-Monitor 2025 zeigt: Die Deutschen mögen ihr Bier am liebsten lokal gebraut und mit klarer regionaler Identität. Doch das Konsumverhalten wandelt sich: “Der Trend geht vielerorts in Richtung bewusster Genuss – etwa bei den 0,0-Promille-Bieren. Für uns war interessant zu sehen, wie sich der Südwesten zum Vorreiter beim alkoholfreien Biergenuss und der Osten zum Trendsetter beim Biermix entwickeln”, sagt Herausgeber des Bier-Monitors und kollex-CEO Stefan Kellner. Alkoholfreie Biere und Biermixgetränke und Spirituosen gewinnen an Bedeutung. Doch eines bleibt: Bier hat seinen festen Platz auf der Getränkekarte – nur in immer vielfältigeren Varianten. Prost!

­Über den kollex Bier-Monitor

Der Bier-Monitor basiert auf den Bestelldaten der digitalen Bestellplattform kollex und wertet jährlich die Bestellungen von inzwischen über 18.000 Gastronomiebetrieben in ganz Deutschland aus. Er gibt Aufschluss über Konsumtrends, regionale Vorlieben und die Entwicklung des Biermarktes in der Gastronomie.

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