Die Entscheidung Belgiens ist deshalb wichtig, weil damit – bezogen auf die Übernachtungszahlen – die Hälfte des europäischen Übernachtungsmarktes frei in der Preisgestaltung ist und die Hoteliers in diesen Ländern die Preishoheit für ihre Betriebe selbst in der Hand haben. „Die Kontrolle über das eigene Produkt und die Konditionen muss bei den Hotels bleiben. Obwohl dieses Prinzip eine Selbstverständlichkeit sein sollte, verlieren immer mehr Hoteliers aufgrund der zunehmenden Marktmacht ihrer Online-Vertriebspartner die Kontrolle über ihr eigenes Produkt“, so Markus Luthe, Vorsitzender der HOTREC Distribution Task Force und Geschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland IHA. Seine Hoffnung: Weitere Länder werden folgen und den Unternehmern damit die unternehmerische Freiheit in Sachen Preisgestaltung zurückgegeben.
Hotelzimmer: Preisfreiheit auch in Belgien
Als fünftes Land in Europa hat Belgien jetzt die freie Preisgestaltung der Hotels per Gesetz beschlossen. Damit sind Bestpreis- oder Paritätsklauseln in Verträgen zwischen Online-Buchungsportalen und Beherbergungsbetrieben verboten. Neben Belgien haben auch Frankreich, Italien und Österreich solche Gesetze, in Deutschland wurde das Wettbewerbsrecht durch Entscheidungen des Bundeskartellamtes durchgesetzt.
Andreas Türk
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