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Digitaler Wandel im Gastgewerbe: Ein Blick auf Trends und Auswirkungen 

Die Digitalisierung hat die Geschäftswelt in den vergangenen beiden Jahrzehnten rasant verändert und sie macht auch vor dem Gastgewerbe nicht halt. Laufend kommen neue Technologien auf den Markt, die das Potenzial dazu haben, die Effizienz zu steigern und die Kundenzufriedenheit zu verbessern. Gleichzeitig bringt der digitale Wandel aber auch Herausforderungen mit sich, die von Unternehmern im Gastgewerbe bewältigt werden müssen. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Aspekte der Digitalisierung im Gastgewerbe, von der Transformation des Finanzwesens über neue Geschäftsmodelle bis zur digitalen Buchhaltung.

Nathan Dumlao, UnsplashNathan Dumlao, Unsplash

Die digitale Transformation des Finanzwesens

Wer heutzutage in einem Restaurant oder Café bezahlen möchte, merkt schnell, wie die Digitalisierung das Finanzwesen im Gastgewerbe verändert hat. Wo bis vor einigen Jahren noch Bargeld und Schecks dominierten, sind heute Kreditkarten, mobile Zahlungssysteme wie Apple Pay und Google Wallet sowie kontaktlose Zahlungen die Norm. Diese Entwicklung macht den Zahlungsprozess nicht nur schneller, sondern auch komfortabler für Gäste.

Doch die Digitalisierung in der Gastronomie geht weit darüber hinaus, wie die Gäste ihre Rechnungen bezahlen können. Bereiche wie die Bestandsverwaltung, die vor 20 Jahren noch größtenteils manuell auf einem Blatt Papier erledigt wurden, sind heute ebenfalls digitalisiert. Die Zukunft verspricht noch mehr Innovationen und die Automatisierung routinemäßiger Aufgaben durch Künstliche Intelligenz (KI). Die KI ist beispielsweise dazu in der Lage

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  • Besucherströme zu analysieren und dadurch zu helfen, Stoßzeiten besser zu managen und Wartezeiten zu reduzieren
  • personalisierte Angebote basierend auf Vorlieben und Bestellhistorien der Gäste zu machen 
  • den Wareneinsatz zu optimieren

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf Geschäftsmodelle in der Gastronomie

Die Digitalisierung hat bereits heute tiefgreifende Auswirkungen auf Geschäftsmodelle im Gastgewerbe. Das wird besonders sichtbar beim Betreten einer Filiale von Fastfood-Ketten wie McDonald’s und Burger King, die ihren Bestellprozess vollständig digitalisiert haben und den Kunden die Möglichkeit bieten, ihre Bestellungen über Selbstbedienungsterminals oder mobile Apps aufzugeben. Dadurch reduziert sich der Bedarf an umfangreichen Schulungen für das Servicepersonal und neue Mitarbeiter können sofort eingesetzt werden. Gerade in einem Bereich mit hoher Mitarbeiterfluktuation ist das ein großer Vorteil.

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Neben der Effizienzsteigerung im Bestellprozess gibt es weitere bedeutende Auswirkungen der Digitalisierung in der Gastronomie. So nutzen beispielsweise viele Restaurants inzwischen Online-Reservierungssysteme, die es den Gästen erlauben, bequem von zu Hause oder unterwegs Tische zu buchen. Mithilfe von digitalen Speisekarten und mobilen Bestellplattformen können sie im besten Fall auch gleich ihre Speisen und Getränke bestellen.

Ein weiterer Trend, der durch die Digitalisierung in der Gastronomie entstanden ist, sind Lieferdienste wie Lieferando, Wolt und Uber Eats, mit denen die Reichweite von Restaurants deutlich erweitert und neue Kundengruppen erschlossen werden können. Mittlerweile haben die Lieferdienste allerdings ihre Marktmacht erkannt und verlangen zum Teil sehr hohe Gebühren von den Unternehmern für ihre Leistungen. Viele Gastronomen fühlen sich deshalb von großen Lieferdiensten unter Druck gesetzt und in eine Verlustspirale gedrängt.

Themen in diesem Artikel
DigitalisierungDigitalisierung

Die Rolle der Digitalisierung in Zeiten hoher Inflation

Die Inflation der letzten Jahre hat auch das Gastgewerbe stark getroffen. Steigende Lebensmittel- und Betriebskosten haben dazu geführt, dass viele Restaurants ihre Verkaufspreise erhöhen mussten. Für viele Menschen in Deutschland ist ein Restaurantbesuch deshalb zum seltenen Luxus geworden oder überhaupt nicht mehr finanzierbar. Gastrobetriebe können ihren Kunden nur dann gute Preise bieten, wenn sie im Hintergrund die Effizienz steigern und ihre Kosten senken. Hier bietet die Digitalisierung zahlreiche Möglichkeiten, darunter automatisierte Bestellsysteme in der Küche, die für reibungslose Abläufe sorgen oder den Einsatz von Lagerverwaltungssoftware, die dabei hilft, die Verschwendung der Lebensmittel auf ein Minimum zu reduzieren. 

Eine weitere Möglichkeit bietet die Optimierung des Personaleinsatzes durch digitale Schichtplanungs-Tools, mit denen die Arbeitszeiten effizient gestaltet und Personalengpässe vermieden werden können. Auch die Nutzung von Online-Bewertungsplattformen und die Präsenz auf Social-Media-Kanälen wie Instagram, Facebook oder TikTok kann dabei helfen, die Sichtbarkeit zu erhöhen und neue Kundengruppen zu erreichen.

Digitalisierung der Buchhaltung im Gastgewerbe

Eine professionelle Buchhaltungssoftware für die Gastronomie erlaubt es Unternehmern heutzutage, alle buchhalterischen Aufgaben selbst zu erledigen und hohe Kosten für externe Buchhalter und Steuerberater zu sparen. Moderne Cloud-Lösungen sind oft schon für unter zehn Euro pro Monat erhältlich. Die regelmäßigen Updates der Buchhaltungssoftware garantieren, dass immer alle gesetzlichen Vorgaben, wie die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form (GoBD), eingehalten werden. Zudem überprüft die Software alle Eingaben auf Korrektheit, was zusätzliche Sicherheit bietet.

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Die Software-Lösungen, die heutzutage am Markt erhältlich sind, erfordern kein tiefgehendes Fachwissen, sondern führen die Anwender durch alle wichtigen Buchhaltungsaufgaben und machen es einfach, die Buchhaltung korrekt zu führen. Zahlreiche Arbeitsabläufe werden automatisiert und wichtige Daten und Kennzahlen sind schnell und unkompliziert abrufbar. Diese Effizienzsteigerung in der Buchhaltung ermöglicht es den Betrieben, ihre Ressourcen besser zu nutzen und sich verstärkt um die Weiterentwicklung ihres Speisen- und Getränkeangebots und das Wohl ihrer Kunden zu kümmern.

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