Warum spezialisiertes Mineralwasser-Knowhow zählt
„Wasser ist nicht gleich Wasser", betont Thorsten Ackermann, Vorsitzender des Handelsverbandes für Heil- und Mineralwasser e.V. Diese Erkenntnis bildet die Grundlage für eine Qualifizierungsmaßnahme, die der Verband bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten anbietet. Die Ausbildung zum geprüften Mineralwassersommelier richtet sich gezielt an Mitarbeiter der Mineralbrunnen, des Getränkefachgroßhandels, des Einzelhandels sowie an Gastronomieangehörige.
Das vermittelte Fachwissen ist gesetzlich geschützt und in dieser Form einmalig. Teilnehmende werden befähigt, qualifizierte Beratungsleistungen im Bereich Mineral- und Heilwasser anzubieten – eine Kompetenz, die angesichts wachsender Kundenansprüche zunehmend zum Differenzierungsmerkmal wird.
Aufbau und Ablauf der Zertifizierung
Die Ausbildung gliedert sich in zwei Präsenzphasen, die durch ein umfangreiches Selbststudium ergänzt werden. Teil I startet am 12. und 13. April 2026 in Wiesbaden. Der Kurs wird in Kooperation mit dem SGS-Institut Fresenius durchgeführt, was für fachliche Qualität und Praxisnähe steht.
Zwischen den beiden Unterrichtsblöcken erhalten die Teilnehmenden 25 Lehrbriefe, die das erworbene Wissen vertiefen und erweitern. Teil II einschließlich der abschließenden Zertifizierung findet am 11. und 12. Oktober 2026 statt. Bei erfolgreicher Teilnahme wird das Zertifikat „Mineralwassersommelier" verliehen.
Praxisorientierte Ausbildung mit ganzheitlichem Ansatz
Der Veranstalter legt besonderen Wert auf Praxisorientierung. Die Ausbildung versetzt die Teilnehmenden in die Lage, in allen Fragen rund um Mineral- und Heilwässer kompetent zu beraten. Das Curriculum deckt sämtliche relevanten Aspekte ab – von den geologischen Grundlagen über rechtliche Rahmenbedingungen bis hin zu sensorischen Bewertungskriterien und professioneller Beratungskompetenz.
Diese ganzheitliche Herangehensweise unterscheidet die Qualifizierung von oberflächlichen Schulungen und macht sie zu einer substantiellen Weiterbildung mit echtem Mehrwert für die berufliche Praxis.
Investition und Anmeldung
Die Teilnahmegebühr für beide Unterrichtseinheiten und den Bezug der Lehrbriefe beträgt 1.280 Euro. Für Verbandsmitglieder gilt ein reduzierter Preis von 1.050 Euro. Anmeldungen nimmt der Handelsverband für Heil- und Mineralwasser e.V. per E-Mail unter ra_phahn@web.de entgegen.
Interessierte sollten sich zeitnah anmelden, da die Teilnehmerzahl in der Regel begrenzt ist und die Ausbildung aufgrund der langjährigen Etablierung am Markt auf konstante Nachfrage stößt.
Fazit
Die Zertifizierung zum Mineralwassersommelier bietet Fachkräften aus Gastronomie und Handel die Möglichkeit, sich in einem Spezialgebiet zu profilieren, das häufig unterschätzt wird. Die über 20-jährige Tradition der Ausbildung und die Kooperation mit dem renommierten SGS-Institut Fresenius sprechen für Qualität und Praxisrelevanz.
Für Betriebe bedeutet diese Qualifikation ihrer Mitarbeitenden einen messbaren Vorteil: Kompetente Beratung zu Mineral- und Heilwässern kann die Kundenbindung stärken und zusätzliche Umsatzpotenziale erschließen. Gerade in gehobener Gastronomie und im Fachhandel wird professionelles Wasser-Knowhow zunehmend zum Qualitätsmerkmal, das Gäste und Kunden gleichermaßen schätzen.
Handlungsempfehlungen
- Bedarfsanalyse durchführen: Prüfen Sie, ob Mitarbeitende in Ihrem Betrieb regelmäßig Getränkeberatung leisten und ob spezialisiertes Mineralwasser-Knowhow einen Mehrwert für Ihre Gäste darstellen würde.
- Frühzeitig anmelden: Sichern Sie sich rechtzeitig einen Platz im Kurs, da die Teilnehmerzahl begrenzt sein kann. Kontaktieren Sie den Handelsverband unter ra_phahn@web.de für die Anmeldung.
- Qualifikation aktiv vermarkten: Nutzen Sie die Zertifizierung Ihrer Mitarbeitenden als Marketingargument – kommunizieren Sie die besondere Fachkompetenz gegenüber Gästen und in Ihrer Außendarstellung.
- Wissenstransfer organisieren: Stellen Sie sicher, dass zertifizierte Mitarbeitende ihr Wissen an Kollegen weitergeben können, um die Beratungsqualität im gesamten Team zu heben.
- Verbandsmitgliedschaft prüfen: Wenn Sie noch nicht Mitglied sind, rechnen Sie durch, ob sich eine Mitgliedschaft aufgrund der Gebührenersparnis (230 Euro Differenz) lohnt – insbesondere bei mehreren Teilnehmenden oder weiteren Verbandsleistungen.











