Empfehlungsmarketing in der Gastronomie
TheFork, die zur Tripadvisor-Gruppe gehörende Reservierungsplattform, setzt mit ihrem neuen Programm auf Mundpropaganda unter Gastronomen. Die Grundidee: Restaurantbetreiber vertrauen den Einschätzungen von Branchenkollegen mehr als klassischer Werbung. Über die Managementsoftware TheFork Manager können teilnehmende Betriebe einen individuellen Empfehlungslink generieren und an andere Restaurantinhaber oder -manager weitergeben.
Der Ablauf ist digital organisiert: Sobald ein empfohlener Betrieb den Link nutzt und innerhalb von 90 Tagen einen Vertrag mit TheFork abschließt, werden beide Seiten mit jeweils 200 Euro belohnt, vorausgesetzt, die Teilnahmebedingungen sind erfüllt. Die gesamte Abwicklung läuft über einen automatisierten Prozess der Plattform.
„Restaurantbetreiber:innen verlassen sich häufig auf Empfehlungen von Menschen, die die Herausforderungen der Branche aus eigener Erfahrung kennen“, erklärt Carlo Carollo, Country Manager DACH & Italien bei TheFork.
Was Betriebe über TheFork Manager wissen sollten
Die Software richtet sich an Gastronomiebetriebe, die ihr Reservierungsmanagement digitalisieren möchten. TheFork Manager verspricht Funktionen zur effizienten Verwaltung von Tischreservierungen, zur Steigerung der Online-Sichtbarkeit und zur Gästegewinnung. Europaweit nutzen nach Unternehmensangaben mehr als 55.000 Restaurants in 14 Ländern die Lösungen der Plattform.
Das System bietet Echtzeitverfügbarkeit von Tischreservierungen, Optionen zur Reduzierung von No-Shows und Zahlungsabwicklung über die App. Für Gäste bedeutet das: Sie können rund um die Uhr online buchen und von Sonderangeboten profitieren.
Teilnahmebedingungen und praktische Umsetzung
Aktive TheFork-Partner finden ihren persönlichen Empfehlungslink direkt in der Managementsoftware. Die Prämie wird ausschließlich für qualifizierte Empfehlungen ausgezahlt, die den vollständigen Teilnahmebedingungen entsprechen. Diese sind auf der Website des Unternehmens einsehbar.
Die 90-Tage-Frist beginnt mit dem Zeitpunkt der Empfehlung, der empfohlene Betrieb muss also innerhalb dieses Zeitraums vertraglich an TheFork gebunden sein, damit die Prämie fällig wird.
Fazit
Mit dem Empfehlungsprogramm verfolgt TheFork eine Doppelstrategie: Die Plattform gewinnt neue Partnerrestaurants über den direkten Austausch zwischen Gastronomen, während bestehende Partner eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen können. Ob sich die 200-Euro-Prämie lohnt, hängt davon ab, wie aktiv ein Betrieb in Branchennetzwerken ist und ob Kollegen tatsächlich an digitalen Reservierungssystemen interessiert sind.
Für Restaurants, die bereits mit TheFork arbeiten und zufrieden sind, bietet das Programm eine unkomplizierte Möglichkeit, ihre Erfahrungen zu monetarisieren. Betriebe, die über einen Beitritt zur Plattform nachdenken, sollten neben der Prämie vor allem prüfen, ob die Funktionen des TheFork Managers zu ihren betrieblichen Anforderungen passen und welche Kosten mit der Nutzung verbunden sind.











