Smashed Camembert statt klassischem Käse: Die Sieger-Kreation
Tobias Flohr vom Foodtruck Catering Flohr aus Sigmaringen überzeugte die Jury mit seinem Burger „Der falsche Smash". Die Besonderheit: Statt eines klassischen Smash-Pattys setzt Flohr auf einen smashed Camembert mit flüssigem Kern als Hauptattraktion. Die Komposition vereint einen Sesam-Laugen-Bun von Schulstad Bakery Solutions mit saftigem Rindfleisch-Patty, frischem Rucola und knusprigem Bacon von Danish Crown. Ein hausgemachtes Zwiebelchutney rundet die Kreation ab.
„Es fühlt sich surreal an und ich bin echt stolz darauf, dass wir mit unserem einfachen Burger so viel Genuss erzeugen konnten", kommentierte der Gewinner nach der Verkündung. Flohr betreibt neben mehreren mobilen Foodtrucks auch das stationäre Burger Lokal Quh und bringt damit sowohl Event- als auch klassische Gastronomie-Erfahrung mit.
Was die Fachjury überzeugte: Geschmack trifft auf Praxistauglichkeit
Die fünfköpfige Jury setzte sich aus Branchengrößen zusammen: Simon Kolar von den Guerrilla Chefs, Avantgarde-Koch und Visionär Heiko Antoniewicz, Franziska Weidner von Food Trucks United, Sebastian Friedrich von Lekkerland sowie Patrizia Stitz von food ideas. Sie bewerteten nicht nur Geschmack und Kreativität, sondern auch die praktische Umsetzbarkeit in der täglichen Gastronomie.
„Das war eine harte Challenge und eine schwierige Entscheidung. Alle sechs Finalisten haben auf hohem Niveau abgeliefert. Aber der Gewinner-Burger spricht nicht nur die breite Masse an – er schmeckt außergewöhnlich, hat einen tollen Crunch und ist zugleich realistisch umsetzbar. Ich freue mich schon auf das nächste Battle!", erklärte Jurymitglied Simon Kolar. Besonders gewürdigt wurden die klare Geschmacksidee und die ausbalancierte Rezeptur.
Starke Konkurrenz: Auch Platz zwei und drei überzeugten
Den zweiten Platz und ein Preisgeld von 750 Euro sicherte sich Toni Tänzer von Toni's Eatery in Öhringen mit seinem „Surf & Turf Truffle Burger". Auf Rang drei landete Bastian Heider vom Gasthaus Gerner in Thannhausen, der mit „Bastis Herzstück Burger" 500 Euro Preisgeld erhielt.
Der Gewinner Tobias Flohr darf sich über 1.000 Euro freuen – und über eine Aufgabe, die über das Preisgeld hinausgeht: Er wird als offizieller BURGER BATTLE Botschafter 2026 auftreten und neue Trends sowie Impulse für kreative Burger-Konzepte in die Branche tragen.
Branchenkooperation bringt Wettbewerb nach Deutschland
Das BURGER BATTLE wurde erstmals von Lantmännen Unibake nach Deutschland gebracht. Partner des Wettbewerbs waren ARLA® PRO, DANISH CROWN Professional und HOMANN Foodservice. Das Live-Finale im Food & Concept Court der ERFA wurde von Branchenexpertin Maja Kirsch moderiert.
Erklärtes Ziel der Veranstalter: Kreative Köpfe aus Gastronomie und Foodservice zusammenbringen und der Branche neue Impulse geben. Die Premiere auf der Intergastra hat gezeigt, dass der Wettbewerb diese Zielsetzung erfüllt – und Potenzial für weitere Ausgaben bietet.
Fazit
Der erste bundesweite Burger-Wettbewerb hat bewiesen, dass Innovation in der Gastronomie nicht kompliziert sein muss. Die Siegerkreation von Tobias Flohr verbindet handwerkliches Können mit mutigen Geschmackskombinationen – und zeigt, dass auch unkonventionelle Ansätze wie ein smashed Camembert statt klassischem Käse bei Gästen und Fachjury ankommen können.
Für Gastronomiebetriebe ist der Wettbewerb mehr als nur ein Event: Er bietet Inspiration für die eigene Speisekarte, zeigt aktuelle Trends und macht deutlich, worauf Branchenexperten bei Burger-Kreationen achten. Die Kombination aus Geschmack, Handwerk und praktischer Umsetzbarkeit – das sind die Erfolgsfaktoren, die auch abseits von Wettbewerben zählen.
Die Rezepte der Finalisten und weitere Informationen finden sich hier.











