Suche

Wirtshauskultur trifft Digitalisierung

Als die drei Münchner Wirte Konstantin Schottenhamel, Daniel Pietsch und Oscar Schlehaider vor gut zwei Jahren das Wirtshaus und den Biergarten in der altehrwürdigen Max Emanuel Brauerei übernahmen, hatten sie ein klares Ziel: Ein zeitgemäßes Wirtshaus, das Tradition und Moderne miteinander verbindet. Dafür setzen die drei Junggastronomen auf hochwertige Produkte, nachhaltige Unternehmensführung – und digitale Tools in Service, Küche sowie hinter den Kulissen.

Orderman GmbHOrderman GmbH

Bereits seit 1880 können Münchner und Münchnerinnen in der ehemaligen Max Emanuel Brauerei im Szeneviertel Maxvorstadt bayerische Schmankerl in uriger Atmosphäre genießen. Im Sommer 2022 übernahmen die drei „Münchner Kindl“ Konstantin Schottenhamel, Daniel Pietsch und Oscar Schlehaider das Traditionsgasthaus und verwirklichten dort ihre Vision eines zeitgemäßen bayerischen Wirtshauses. Die Basis bilden saisonale, regionale und qualitativ hochwertige Produkte, Nachhaltigkeit über alle Unternehmensbereiche hinweg sowie Arbeitsbedingungen, die „unsere Mitarbeiter in der Gastronomie selten vorfinden: Gute Arbeitszeiten, ein respektvoller Umgang und ein tolles Miteinander“, so Konstantin Schottenhamel. Dazu zählen für den Gastronomen auch digitale Tools, die die Arbeit für die Mitarbeiter erleichtern, die betriebliche Effizienz verbessern und gleichzeitig das Gästeerlebnis auf ein neues Level heben.

Digitale Gastronomie im Traditionswirtshaus

Um die Vorstellung von der digitalen Gastronomie in der Max Emanuel Brauerei umzusetzen, wandten sich die Wirte an Gewinnblick, Spezialist für Kassen-, Bezahl- und Betriebslösungen für Gastronomie und Hotellerie. Gemeinsam wurde ein detailliertes und individuell an die Anforderungen angepasstes Konzept erarbeitet und das Wirtshaus mit einem modernen digitalen Kassensystem ausgestattet, das alle weiteren eingesetzten Tools und Geräte integriert und miteinander vernetzt.

Partner aus dem HORECA Scout

Dazu zählen etwa die mobilen Bestell- und Bezahlgeräte der Marke Orderman, die das Servicepersonal nutzt, um die Wünsche der Gäste schnell und sauber aufzunehmen. Anschließend übermittelt das System automatisch und in Echtzeit die Bestellung an die Schänke beziehungsweise die Küche. Das Ergebnis: Eine hohe Zeitersparnis für das Servicepersonal, weniger Fehler in der Kommunikation sowie kürzere Wartezeiten für die Gäste. Auch für Konstantin Schottenhamel, der viel Zeit im Back Office verbringt, ist das mobile System eine echte Arbeitserleichterung: „Der Orderman ist für uns ein wesentliches Tool. Er macht die verschiedenen Prozesse perfekt transparent: Wir wissen genau, was passiert, und können alles detailliert auswerten.“

Tragbare Kassensysteme für den Outdoor-Bereich

Apropos mobiles Bestellen und Bezahlen: Zur Brauerei Max Emanuel gehört auch ein gemütlicher Biergarten mit Selbstbedienung und über 400 Sitzplätzen. „Hier standen wir vor der Herausforderung, dass Küche und Schänke baulich voneinander getrennt und ursprünglich auch nicht überdacht waren“, erzählt Schottenhamel. Dort Kassensysteme fest zu installieren, war folglich nicht möglich. Die Spezialisten von Gewinnblick fanden die perfekte Lösung und entwickelten kurzerhand einen vollumfänglich funktionalen tragbaren Kassenkoffer, der sich in Sekundenschnelle aufbauen, in Betrieb nehmen und auch wieder abbauen lässt. „Das hat uns gerade in der Anfangszeit sehr geholfen“, so der Gastronom. „Besonders begeistert bin ich von der Möglichkeit, elektronische Bons auszustellen. Gerade bei den vielen kleinteiligen Zahlungen im Biergartenbetrieb sparen wir dadurch jede Menge Papier – ein wichtiger Faktor bei unseren Bemühungen, klimaneutral zu arbeiten.“

Lesen Sie auch
Recht und ComplianceRechtsprechung und UrteileSteuernSoftware und SystemeMarketing
Mehr Prüfungen, mehr Überblick: Warum 2026 zur Chance für Gastronomie und Hotellerie wird

Gamechanger Küchenmonitoring

Auch in der Küche der Max Emanuel Brauerei möchte man auf die Unterstützung digitaler Tools nicht mehr verzichten: Auf Anraten von Gewinnblick wurde dort ein Küchenmonitoring installiert. So weiß jeder Küchenmitarbeiter zu jedem Zeitpunkt, was er zu tun hat. „Ein tolles System, mit dem man immer alles im Blick hat. Es macht uns das Leben deutlich einfacher“, zeigt sich Wirt Daniel Pietsch begeistert. Das sorge alles in Allem für eine hohe Zeitersparnis, ruhigeres Arbeiten und erhebliche Ressourceneinsparungen.

Themen in diesem Artikel
Recruiting und FachkräftemangelKüchenmonitoring

Unterstützung beim Recruiting

Ein modernes Online-Reservierungstool, das ebenfalls mit dem Kassensystem vernetzt und dadurch nahtlos im Betrieb eingebettet ist, ergänzt die digitale Gesamtlösung. Zur Freude der Gäste, die von einem reibungslosen und zuverlässigen Reservierungsvorgang profitieren. Konstatin Schottenhamel ist sich darüber hinaus sicher, dass die digitalen Helfer auch ein echtes Alleinstellungsmerkmal beim Recruiting sind: „Die digitalen Arbeitsbedingungen haben einen großen Impact auf das Personal. Das ist für viele ein Argument, zu sagen, ‚Hier gefällt es mir einfach besser als dort, wo ich zuletzt gearbeitet habe.‘“ Auch Schottenhamel selbst möchte die zahlreichen Mehrwerte der digitalen Gastronomie nicht mehr missen: „Die Möglichkeiten, die uns digitale Tools in den Bereichen Transparenz, Analyse und Controlling bieten, sollte man auch nutzen. Wenn man ein digitales Kassensystem hat, hilft das bei der Tagesabrechnung, der Personalverwaltung und vielen weiteren Aufgaben im betrieblichen Alltag.“

StockSnap, Pixabay
Branche und Trends

Hunger auf Stammgäste: Wie digitale Kundenbindung die Gastronomie verändert

Steigende Kosten, knappes Personal, verschärfter Wettbewerb – und trotzdem sollen die Tische voll und die Gäste treu bleiben? Ein neuer Branchenreport zeigt: Wer seine Gäste digital bindet, gewinnt nicht nur mehr Umsatz, sondern echte Verbundenheit. Doch Vorsicht: Pauschale Angebote reichen längst nicht mehr. Was Gäste heute wirklich erwarten und warum das Smartphone den Stempelpass ablöst.

NakNakNak, Pixabay
Branche und Trends

Branchenverbände gegen Tierhaltungskennzeichnung: Wenn Bürokratie Tierwohl verhindert

Die Bundesregierung plant, die Tierhaltungskennzeichnung auf Restaurants, Kantinen und verarbeitete Lebensmittel auszuweiten. Acht Branchenverbände von der Systemgastronomie bis zum Bäckerhandwerk laufen dagegen Sturm. Ihr Argument: Die Reform belastet Betriebe mit Millionenkosten und bürokratischem Aufwand – ohne dass mehr Tierwohl entsteht. Im Gegenteil: Sie könnte sogar dazu führen, dass Gastronomen auf schlechtere Haltungsformen umsteigen.

ZfP Reichenau; Meiko
Allgemeine Haustechnik

Modernes Spül- und Restesystem für einen Betrieb im Wandel

Im Zentrum für Psychiatrie Reichenau werden täglich 800 Mahlzeiten für Patienten und Mitarbeitende zubereitet. Als die alte Spülanlage den Geist aufgab, entschied sich die Klinik nicht einfach für Ersatz – sondern für einen grundsätzlichen Neuanfang. Warum ein funktionierender Spülraum in einer psychiatrischen Einrichtung zum Schlüsselfaktor wird und wie moderne Technik den Arbeitsalltag eines ganzen Teams verändert hat.

Weitere Artikel zum Thema

Läkkerai
Fachkräftemangel, ungelernte Aushilfen, mehrsprachige Teams – und mittendrin ein Küchenchef, der alle Rezepte im Kopf trägt. Was passiert, wenn er kündigt? Eine wachsende Zahl an Profi-Küchen setzt deshalb auf digitales Küchenmanagement. Ein Blick auf einen[...]
Läkkerai
RATIONAL
Gastronomie- und Hotelküchen kämpfen mit massivem Personalmangel, explodierenden Energiekosten und steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen – während Gäste gleichzeitig höchste Qualität erwarten. Wie gehen Profis weltweit damit um? Und welche Strategien versprechen wirklich Entlastung? Eine internationale Studie mit[...]
RATIONAL
johannes86, iStockphoto
Bis Juni 2026 muss Deutschland die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in nationales Recht umsetzen. Die neuen Regelungen betreffen Betriebe jeder Größe und bringen weitreichende Änderungen im Umgang mit Gehältern. Wer sich jetzt vorbereitet, verschafft sich einen entscheidenden Vorsprung[...]
johannes86, iStockphoto
Patrick Steeger
Während die Fluktuationsrate im Gastgewerbe bei 68 Prozent verharrt und der Krankenstand historische Höchstwerte erreicht, kämpfen Hotels und Restaurants mit strukturellen Personalproblemen. Kann systematisches Gesundheitsmanagement hier mehr sein als nur eine Symptombekämpfung? Ein Blick auf[...]
Patrick Steeger
Emma Bauso, Pexels
Wer Eventanfragen erst Tage später beantwortet, verliert oft den Zuschlag. Wie eine Location mit Angeboten in Echtzeit auf Fachkräftemangel reagiert und damit den Verkaufsprozess deutlich beschleunigt, zeigt dieser Praxisbericht.[...]
Emma Bauso, Pexels
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.