Verarbeitung personenbezogener Daten

DSGVO- und BDSG-Problematik im Gastgewerbe

Das Datenschutz-Risiko sollte in allen Betrieben der Gastronomie und Hotellerie konkret analysiert und durch optimiertes Datenschutzmanagement minimiert werden.

Problematik der DSGVO im Gastgewerbe
Problematik der DSGVO im Gastgewerbe (© kupicoo, iStockphoto.com)

Gerade die Unternehmen in Hotellerie und Gastronomie verarbeiten eine Vielzahl personenbezogener Daten (Name, Anschrift, Geburtsdatum, Bankverbindung, etc.) und sind im Internet aktiv (Profiling, Übermittlung von Kundendaten, Newsletter oder Werbemails, Facebook-Werbung, etc.).

Ferner ermöglichen sie meistens auch Subunternehmen

  • Roomservice
  • Catering
  • Concierge Service
  • Housekeeping
  • etc.

oder externen Wartungsunternehmen für

  • Software
  • Telefonanlage
  • Schliesssysteme
  • etc.

direkt oder indirekt den Zugriff auf personenbezogene Daten.

Sie sind somit von der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) betroffen und hierdurch erheblichen Risiken ausgesetzt:

Ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz und DSGVO kann mit einer Geldstrafe  z.B. bei  weniger gewichtigen Verstößen (Art. 83 Abs. 4):

  • Geldbußen von bis zu 10 000 000 EUR
  • oder im Fall eines Unternehmens

bis zu 2% seines gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren für den Verantwortlichen geahndet werden.

Primär muss für Vorbeugung und Minimierung des persönlichen Haftungsrisikos durch den Aufbau sowie die fortlaufende Kontrolle und Verbesserung Ihres Datenschutz-Management-Systems gesorgt werden. Durch die Kooperation mit den TÜV-zertifizierten Datenschutzbeauftragten und Auditoren der proDSGVO können sich Gastronomen und Hoteliers effektiv und nachhaltig absichern.

Wenden Sie sich jetzt mit Ihren Fragen rund um DS-GVO und BDSG (neu) direkt an unsere Experten.

Anfrage stellen
Image (Foto: Petra Fiedler)

Bisher keine Kommentare zu “DSGVO- und BDSG-Problematik im Gastgewerbe”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Artikel zum Thema

Expertenforum

DSGVO: Keine Panik, aber… !

© #Urban-Photographer | iStockphoto.com

Seit dem 25. Mai gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Noch längst nicht alle Unternehmen sind auf die Anforderungen vorbereitet, sagt Experte Detlef Kutta, Inhaber der Unternehmensberatung DKB Consultant in Bochum. Er warnt vor Panik, aber auch davor, das Thema auf die leichte Schulter zu nehmen. Gemeinsam mit Gastgewerbe Magazin bietet DKB Consultant ein einfaches und günstiges Tool an, das allen kleinen Unternehmen aus Hotellerie und Gastronomie einen schnellen und sicheren Einstieg in die DSGVO bietet.

Verantwortliche haften immer

Persönliche Haftungsrisiken bei Verstößen gegen die DSGVO

Aus der Datenschutzgrundverordnung und dem Bundesdatenschutzgesetz ergeben sich Risiken für Führungskräfte, wie z.B. Geschäftsführer, Inhaber und IT-Leiter. Dieser Personenkreis kann jetzt persönlich – ergo als „natürliche Personen“ – bei Verletzungen der Datenschutzbestimmungen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Haftungsfragen und das Recht auf Schadensersatz sind in Artikel 82 DSGVO geregelt.

Namen bei Reservierungen

DSGVO: So sind Tischreservierungen datenschutzkonform

Rund eineinhalb Jahre nach Einführung der DSGVO sorgt diese nun auch bei Tischreservierungen für Wirbel im bisherigen Prozedere. Denn sie fallen ab sofort – zumindest bei natürlichen Personen – unter das Stichwort „Datenverarbeitung” und müssen im Vorfeld per E-Mail mit einer Einwilligungserklärung des Gastes autorisiert werden. Wie kann der Gastronom Tischreservierungen zukünftig umsetzen und sowohl dem Gast als auch dem Datenschutz gerecht werden?