Suche

Cookie Banner – Auswahl einer Consent Management Lösung

Cookie-Einwilligungen auf Webseiten stellen rechtlich bereits seit Längerem ein heikles Thema dar. Aber was hat es mit den Cookies auf sich und welche Vorteile bieten Consent-Management-Lösungen?

Cookie Richtlinie verstehen und richtig umsetzenGuzaliia Filimonova, iStockphoto

Als Cookies werden Textdateien bezeichnet, die von den Servern beim Aufruf einer Webseite auf PC, Tablet oder Smartphone übertragen und dort gespeichert werden. Sie dienen vor allem zur Identifikation der Seitenbesucher oder speichern Informationen über die Aktivitäten des Nutzers auf den Webseiten. Aus diesem Grund werden auf so gut wie allen Webseiten Cookies eingesetzt.

Im Rahmen der DSGVO und zukünftig auch dank der E-Privacy-Verordnung ist der Einsatz von Cookie-Bannern verpflichtend. Besucher einer Webseite, die Cookies verwendet, müssen darauf hingewiesen werden, ob und welche Technologien eingesetzt werden. Es genügt dabei nicht, nur auf den Einsatz von Cookies hinzuweisen, eine Einwilligung durch den Nutzer durch einen Klick ist nötig. Erst nach der Bestätigung dürfen Daten übertragen werden, im Falle einer Ablehnung, „Opt-out“ genannt, dürfen keine Daten erhoben werden.

Partner aus dem HORECA Scout

Einsatz von Consent Management Lösungen

Es wird empfohlen, auf eine Consent Management Lösung zurückzugreifen, um alle Anforderungen der DSGVO zu erfüllen. Consent Management Lösungen sind Software-Anwendungen, die in die Website eingebunden werden. Sie bieten Werbungstreibenden, Webseitenbetreibern und Online-Händlern eine sichere Möglichkeit, die Zustimmung der Nutzer direkt über die Webseiten einzuholen und zu verwalten sowie zu dokumentieren, ob Benutzerdaten gespeichert und verarbeitet werden dürfen.

Unterschieden werden diese Anwendungen in der Regel in

Lesen Sie auch
Software und SystemeBranche und Trends
No-Shows in der Gastronomie: Ursachen, wirtschaftliche Auswirkungen und wirksame Gegenmaßnahmen im Reservierungsmanagement
  • Technologien, die die Kernfunktionalitäten der Webseite aktivieren, ohne die die Seite nicht funktionieren würde (technisch notwendig oder wesentlich; können nicht abgeschaltet werden)

  • Technologien, die es dem Betreiber ermöglichen, die Nutzung der Webseite zu analysieren, um die Leistung zu messen und die Seite zu verbessern

  • Technologien, die von Werbetreibenden eingesetzt werden, um redaktionelle Inhalte oder Anzeigen zu platzieren und zu schalten, die für die Interessen des jeweiligen Besuchers relevant sind.

Anforderung an einen Consent Management Provider (CMP)

CMPs lösen nicht nur das technische Problem des Cookie Banners. Mit dem Einsatz sollten auch rechtliche Themen und Anforderungen zuverlässig und mit dem notwendigen Wissen abgedeckt sein (es müssen zum Beispiel alle Cookies erfasst und eine Unterscheidung nach Notwendigkeit und Einsatzgebiet der Cookies getroffen werden). Die Gestaltung des CMP muss rechtlich korrekt sein, aber zugleich möglichst umfassend das Einverständnis für das Tracking abholen. Ohne eine wirksame Einwilligung dürfen keine Besucher gezählt werden. Auch funktionieren keine Google Remarketing-Kampagnen und keine Marketing-Automationen mit HubSpot und vergleichbaren Anwendungen. Neben dem Einsatz eines CMP muss auch die Datenschutzerklärung an die jeweils genutzten Cookies angepasst werden.

Themen in diesem Artikel
DatenschutzCookiesDatenschutzbeauftragterDatenschutzgesetzDSGVOWebsite

CMP als kostenlose Opensource Version oder im Abomodell

Zur Auswahl stehen einige Opensource-Programme, wie Kiprotect – Klaro!, Quantcast und Conversant, aber auch zahlreiche Lösungen, die mit monatlichen Kosten verbunden sind. Hierzu zählen Usercentrics aus Deutschland, Consentmanager.de des schwedischen Unternehmens Jaohawi, Faktor.io aus den Niederlanden und Didomi aus Frankreich. Die kostenfreien Varianten benötigen einen technisch höheren Sachverstand, müssen stärker angepasst werden und verfügen zum Teil nur über eingeschränkte Funktionen.

Markus Heinhaus, TÜV-zertifizierter Datenschutzbeauftragter und Auditor bei PRO DSGVO, rät Unternehmen aus Hotellerie und Gastronomie, einen DSGVO Sachverständigen bei der Auswahl des richtigen CMP mit einzubeziehen. „Kostenlose Tools sollten Funktionen wie zum Beispiel verschiedene Sprachversionen und Anpassungsmöglichkeiten des Cookie-Fensters an das Design des Unternehmens bereitstellen. Ebenso sollten Form, Verortung und die Größe des Banners individuell angepasst werden können. Denn ist das Pop-up-Fenster zu groß, verlassen viele Besucher die Seite wieder.“

Lesen Sie auch
SpültechnikKünstliche Intelligenz, KI und AutomationNachhaltigkeit und UmweltschutzKostenmanagement
KI in der Spülküche: Wenn die Maschine erkennt, was sie spült

Aktuelle EuGH-Urteile

Der Europäische Gerichtshof hat sich mehrfach mit dem Thema Cookie-Banner auseinandergesetzt und es bleibt dabei, dass Tracking-Cookies nicht mehr ohne tatsächliche Einwilligung des Nutzers gesetzt werden dürfen. Es ist irrelevant, ob die gespeicherten Daten personenbezogen oder anonym sind. Rechtlich weiterhin erlaubt sind sogenannte „First Party Cookies“, die beim ersten Besuch einer Webseite nötig sind, wie zum Beispiel Warenkorb-Cookies, Cookies für Log-Ins oder die Sprachauswahl betreffend und natürlich jene, die Consens-Management-Lösungen für die Cookie-Einwilligung setzen.

[cs_gb id=11835]
TheFork
Branche und Trends

No-Shows in der Gastronomie: Ursachen, wirtschaftliche Auswirkungen und wirksame Gegenmaßnahmen im Reservierungsmanagement

Nicht wahrgenommene Reservierungen zählen zu den wirtschaftlich relevantesten Einflussfaktoren im Gastronomiebetrieb und wirken sich unmittelbar auf Umsatz und Auslastung aus. Aktuelle Marktauswertungen zeigen zugleich, dass sich No-Shows durch strukturierte Prozesse im Reservierungsmanagement deutlich reduzieren lassen. Welche Maßnahmen führen dabei in der Praxis zu stabileren Abläufen?

Gemini
Kostenmanagement

KI in der Spülküche: Wenn die Maschine erkennt, was sie spült

Bandspülmaschinen mit Kameras, Untertischgeräte mit Lernkurve, Spülanlagen mit dynamischer Energieverteilung – die Hersteller bringen Künstliche Intelligenz in einen der unterschätztesten Bereiche der Profi-Küche. Ein Überblick über drei Ansätze, die sich erkennbar unterscheiden.

SumUp, Unsplash
Finanzen und Controlling

E-Rechnungspflicht: Warum Hospitality-Betriebe jetzt handeln müssen

Die digitale Rechnungsstellung wird zur gesetzlichen Pflicht – und das schneller als viele denken. Während der Empfang elektronischer Rechnungen bereits seit Jahresbeginn verpflichtend ist, müssen Hotels und Restaurants ab 2027 schrittweise auch beim Versand umstellen. Wer weiterhin auf Papier oder simple PDF-Dokumente setzt, riskiert Compliance-Probleme. Die HGK Hotel- und Gastronomie-Kauf eG bietet mit einer cloudbasierten Lösung einen Weg, der ohne umfangreiche IT-Projekte auskommt.

Luciano Oliveira, Unsplash
Marketing

Alle 104 Spiele, drei WM-Kanäle, ein Frühstücksclub: So zeigen Telekom und Sky die Fußball-WM 2026

Wenn die WM um drei Uhr morgens anpfeift: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika stellt das deutsche Publikum vor eine ungewohnte Frage: Wie schaut man eigentlich gemeinsam, wenn die Spiele mitten in der Nacht laufen? Telekom und Sky haben darauf jetzt eine gemeinsame Antwort gefunden – mit allen 104 Spielen in der Gastronomie, drei eigenen WM-Kanälen und einem „Breakfast Club“ für die frühen Stunden.

Anastasia Ilina-Makarova, Pexels
Branche und Trends

HolidayCheck Bewertungs-Report 2026: Wie unterschiedlich Generationen bewerten – von objektiver Recherche bis zur digitalen Selbstinszenierung

Fünf Sterne oder ein TikTok-Video? Eine repräsentative Studie zeigt: Wie Menschen Hotelbewertungen nutzen und verfassen, hängt stark vom Alter ab. Während Babyboomer systematisch mehrere Plattformen vergleichen, entscheidet die Gen Z spontan und emotional – und vertraut dabei besonders auf Social Media. Was bedeutet diese Verschiebung für Hoteliers und Gastronomen?

Weitere Artikel zum Thema

Anton Ryazanov, Unsplash
Seit Mitte April 2026 verarbeitet Microsoft Copilot Daten auch außerhalb Europas – standardmäßig und ohne explizite Zustimmung. Was nach einem technischen Detail klingt, wird für Betriebe mit Gästedaten zur Compliance-Frage. Drei Klicks können das Problem[...]
Anton Ryazanov, Unsplash
NOBIX Group GmbH
IT-Sicherheit spielt auch für kleine Unternehmen eine große Rolle: 80 Prozent aller gemeldeten Ransomware-Angriffe 2025 trafen KMU. Auch, weil sie oft eine leichte Beute sind. Wer rechtlich für sein Unternehmen verantwortlich ist, sollte daher handeln[...]
NOBIX Group GmbH
Nano Banana 2
Provisionen zwischen 15 und 25 Prozent fressen Hotelmargen auf – doch die Alternative liegt näher als gedacht. Wer 2026 seine digitale Sichtbarkeit strategisch ausbaut, macht die eigene Website attraktiver als jede Buchungsplattform. Aber wie gelingt[...]
Nano Banana 2
Mohamed_hassan, Pixabay
Die Hotellerie steht im Visier von Cyberkriminellen. Von gefälschten Buchungsbestätigungen bis zu manipulierten Zahlungsaufforderungen – die Angriffe nehmen zu und werden raffinierter. Die HSMA Deutschland e.V. hat gemeinsam mit der Kanzlei Spirit Legal einen Praxis-Leitfaden[...]
Mohamed_hassan, Pixabay
HotelFriend AG
Hotelgäste erwarten heute einen Buchungsprozess, der so reibungslos funktioniert wie bei den großen Plattformen – nur eben direkt auf Ihrer Website. Wer mobiloptimiert, provisionsfrei und mit intelligenten Upselling-Optionen arbeitet, sichert sich nicht nur mehr Direktbuchungen,[...]
HotelFriend AG
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.