Expertenrat

Die 5 größten Fehler renommierter Gastronomen bei der Digitalisierung ihrer Betriebe

Kein erfolgreicher Gastronom kommt um die Digitalisierung herum. Lohnt es sich wirklich, wenn sich ein Betrieb gegen die heutige Zeit in Sachen Web wehrt? Der Profi Thomas Holenstein ist ein Schweizer Gastro-Profi und Experte für Digitalisierungsmanagement. In diesem Artikel erläutert er die 5 größten Fehler, die in Sachen Digitalisierung nicht passieren sollten.

© Lyndon Stratford | iStockphoto

1. Seminare und Weiterbildungen für Gastro-Personal in Sachen Digitalisierung werden nicht genutzt

Fast nichts ist heute zu Tage so schnelllebig wie das Internet. Hier sollten Sie sich als Gastronom immer auf dem Laufenden halten. Es ist wichtiger denn je, in den gängigen Plattformen im Internet Präsenz zu zeigen. Dazu gehört es zwingend mit dazu, dass jeder Unternehmer im großen Betrieb einen Beauftragten in Sachen Digitalisierung benennt, der weiß, worauf es ankommt. Viele Wirte und Restaurantbesitzer haben die Zeit der Krise nicht genutzt, um Seminare und Webinare rund um das Thema Digitalisierung zu besuchen. Spätestens jetzt sollten Sie alle Chancen dazu nutzen, wenn Sie nicht unter „ferner liefen“ landen möchten.

Tipp: Die Investition in Weiterbildung kostet nicht zwingend ein Vermögen.

2. Fehlende Übersicht und Menüführung von Webseiten

Jeder Internetauftritt und die Plattformen von Instagram, Facebook und Co sind nur so gut, wie sie der User bzw. Besucher findet. Denken Sie daran: Je besser die Menüführung und je übersichtlicher Ihr Webauftritt, desto mehr werden Sie das Auge des Betrachters erfreuen. Denken Sie außerdem an eine stimmige, persönliche Ansprache des Lesers. Das „Du“ ist in der heutigen Zeit durchaus gängig und zeigt, dass Sie up to date sind. Zudem sollten Sie stimmungsvolle Bilder die Sprache des Erfolgs sprechen lassen. Ein Bild sagt oft mehr, viel mehr, als 1.000 Worte. Vor allem Gastronomen können mit guten Fotos und Videos für Appetit auf Gaumenfreuden der Extraklasse sorgen. Nutzen auch Sie die Chance dazu.

Tipp: Denken Sie daran, was Sie selbst im Internet lesen und sehen möchten. So wissen Sie, was auch die meisten Besucher überzeugen wird.

3. Schlechtes oder mangelndes Social-Media-Marketing

Ist das professionelle Onlinemarketing für lokale Dienstleister wirklich nicht notwendig? Überlassen Sie das Marketing keinem Zufall. Dieser fatale Fehler kann Sie in die Insolvenz treiben. Wer clever in Sachen soziale Netzwerke aktiv sein möchte, weiß, dass guter Content die Besucher und Gäste bei Laune hält. Kein erfolgreicher Gastronom kommt in der jetzigen Zeit drum herum, dass er keine Präsenz im Netz zeigt. Posten Sie regelmäßig das, was Ihre Gäste interessiert. Teilen Sie die Beiträge von anderen und erzeugen Sie dadurch Sympathie. Dies wiederum zieht nach sich, dass auch Ihre Inhalte im Web geteilt werden, was für eine bessere Reichweite sorgt. Wenn es um die sozialen Netzwerke geht, müssen Sie immer auf Nummer sicher gehen.

Tipp: Denken Sie daran: Die sozialen Netzwerke machen es möglich, sehr preiswerte Werbung mit guten Fotos und Videos zu machen.

4. Emotionen wie Angst nehmen Überhand

Gehören auch Sie zu den Geschäftsleuten, die Angst vor Veränderungen haben? Möchten Sie an alt Bewährtem festhalten, das aber dennoch keine Erfolge verspricht? Trauen Sie sich nicht, eine Webseite mit Hilfe von einem wirklich professionellen Webdesigner auf die Beine stellen zu lassen? Mit das größte Problem stellt es für viele Gastronomen dar, wenn sie nicht im Zeichen der Zeit leben. Gerade durch die Pandemie und im Zeitalter der Digitalisierung ist es aber zwingend nötig, dass Sie konkurrenzfähig bleiben. Verpassen Sie aus einer Blockade der Angst heraus nicht den Aufsprung auf den Erfolgszug. Nur so können Sie auch in Zukunft (egal, ob Lockdown oder nicht) gute Geschäfte generieren.

Tipp: Angst ist der Räuber von jedem Unternehmen. Ein klein wenig Risiko gehört zu jedem Firmenchef mit dazu.

5. Es wird zu viel im Sinne von „Von Null auf 100 %“ von der Digitalisierung erwartet

Vor allem zu Zeiten des Lockdowns haben einige Gastronomen, die bisher fast nichts bis nichts für die Digitalisierung unternommen haben, in den Webauftritt und Co investiert. Kein Erfolg im Zeichen des Internets kann aber von „Null auf 100 %“ in sehr kurzer Zeit erreicht werden. Alle User müssen sich erst einmal langsam daran gewöhnen, dass auch Sie jetzt im Netz professionell vertreten sind. Das gilt nicht nur für die sozialen Netzwerke, sondern auch für die Homepage und die Kommunikation mit den Gästen im Web. Beweisen Sie also Geduld und lassen Sie sich genügend Zeit damit, im Internet von den gängigen Suchmaschinen gefunden zu werden.

Tipp: Denken Sie daran: Rom wurde auch nicht an einem Tag erschaffen.

Fazit

In diesen 5 größten Fehler von Thomas Holenstein finden Sie einen kleinen Überblick darüber, was Sie richtig und falsch machen können. Bitte denken Sie daran: Im Puls der Zeit bleibt die Uhr niemals stehen. Der regelmäßige Austausch mit gleichgesinnten Gastronomen hilft Ihnen außerdem, größere Erfolge zu feiern.

Autoreninfos:

Thomas Holenstein gilt als Geschäftsführer der Precom Group AG, einer Full Service Marketing Agentur, als wahrer Experte. Mit seinen beiden Plattformen pogastro.com (Marketingautomatisierung) und sichergeniessen.com (Image-Offensive / Kundenansprache) weiß er, dass gerade in Zeiten nach der Pandemie jeder Gastronom die Digitalisierung zum eigenen Erfolg nutzen muss.

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