Kaffee

Mehrwegbecher gegen die Abfallflut – und was dabei zu beachten ist

320.000 Einweg-Kaffeebecher werden in Deutschland verwendet – jede Stunde. Pro Jahr sind das 2,8 Milliarden Becher, die schon nach kurzem Gebrauch weggeworfen werden und einen unfassbar großen Müllberg hinterlassen. Denn: die meisten Pappbecher sind entweder aus Plastik oder aus Papier und mit Kunststoff beschichtet, was eine Feintrennung und Wiederverwertung der Wertstoffe schwierig macht.

© Alexas_Fotos | Pixabay.de

Alle Inhalte zu Kaffee im Überblick

Die Alternative: Wiederverwendbare Mehrwegbecher für das Coffee-to-go-Geschäft. Diese schonen nicht nur die Umwelt, sondern können auch als Marketing-Instrument zur Kundenbindung eingesetzt werden.

Doch beim Umgang mit mitgebrachten Coffee-to-go-Bechern gibt es einige Punkte in Sachen Hygiene zu beachten. Diese haben der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. sowie der Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft in einem Merkblatt zusammengefasst, das eine bundesweit einheitliche Orientierung für die Anwender- und die Überwachungspraxis darstellt. Darin ist beschrieben, wie mit Bechern umgegangen werden muss, die vom Kunden mitgebracht werden. Außerdem werden einzuhaltende Hygienevorschriften beim Befüllen und im Umfeld der Kaffeemaschine aufgeführt. In Amtsdeutsch heißt das unter anderem: „Der Lebensmittelunternehmer hat duch geeignete Maßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass beim Herstellen bzw. beim Brüh- und Befüllvorgang das Risiko einer Kontamination des Umfeldes oder anderer Lebensmittel durch den kundeneigenen Becher beherrscht und minimiert wird.“

Das vollständige Merkblatt, inklusive Aushang für die Mitarbeiter kann hier heruntergeladen werden.

Inhaltsverzeichnis

Bisher keine Kommentare zu “Mehrwegbecher gegen die Abfallflut – und was dabei zu beachten ist”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Artikel zum Thema

Interview

Abfallwirtschaft, Lebensmittelverschwendung und der Weg zum glücklichen Gast

© wildpixel | iStockphoto.com

Die Abfallwirtschaft in Hotellerie und Gastronomie ist im Hinblick auf Lebensmittelverschwendung, Nachhaltigkeit und das aktuell drohende Verbot von Plastikstrohhalmen ein großes Thema. Im Interview erläutert Gilian Gerke, Professorin im Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit, Arbeitsbereich „Rohstoffwerkstatt“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal, die aktuelle Entwicklung und gibt Anregungen, wie jeder Betrieb auch mit kleinen Nachhaltigkeitsprojekten profitieren kann.

Kaffee

Kaffeegenuss und gutes Gewissen

© ALPLA, Fotograf: Adi Bereuter

Ökonomische, ökologische und soziale Anforderungen gewinnen immer mehr an Bedeutung für die Gesellschaft. Und so ist der nachhaltige Umgang mit Ressourcen auch dem Gast von heute ein hohes Anliegen, das sich auf die Bewertung von Hotels, Cafes, Bars und Restaurants niederschlägt. Die Bedeutung der Nachhaltigkeit ist in der Branche spürbar und das Trendgetränk Kaffee mit vielen Innovationen – vom Anbau bis zum Pfandsystem – ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich Genuss und Nachhaltigkeit vereinen lassen.