Kaffee

Nachhaltigkeit von der Bohne bis zur Tasse

Nachhaltigkeit und guter Kaffee gehören für immer mehr Gäste zusammen. So auch für den Kaffeehersteller Solino: die Herstellung im Herkunftsland, eine faire Produktionskette und Transparenz durch einen QR-Code prägen das Konzept.

© LENOX GmbH & Co KG

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Die Problematik des Kaffeeimports

Der Weg einer Kaffeebohne ist lang, bevor sie als Kaffee in die Tasse fließt. Die folgenden Produktionsschritte muss sie durchlaufen:

  • Ernte der Kaffeefrüchte
  • Einweichen der Früchte, um die Bohnen zu entnehmen
  • Trocknung der Bohnen
  • Röstung der Bohnen
  • ggf. Mahlen der Bohnen
  • Verpackung

Bisher wird von deutschen Kaffeefirmen meistens Rohkaffee eingeführt, also nur die unbehandelten Bohnen. Die rohen Bohnen werden überwiegend in Deutschland geröstet, gemahlen und verkauft. Dadurch verdienen die produzierenden Bauern nur sehr wenig Geld am Kaffee, der Verdienst bleibt größtenteils in Deutschland oder einem anderen Industrieland. 90% der Kaffeeproduzenten sind Bauern, die zu niedrigsten Löhnen arbeiten. Zwar wurde der Zoll, der 30 % betrug, im Jahr 2008 aufgehoben. Dennoch entscheiden sich nach wie vor viele Kaffeemarken dazu, die Bohnen in Deutschland weiterzuverarbeiten. Das führt letztendlich dazu, dass die Herkunftsländer als billige Rohstofflieferanten ausgebeutet werden. Ein weiteres Problem besteht darin, dass der Weg der Kaffeebohne nicht transparent nachzuvollziehen ist, was die Ausbeutung erleichtert.

Das Projekt der Marke Solino

Die deutsche Marke Solino möchte dem nach wie vor bestehenden Ungleichgewicht zwischen den geringen Löhnen von Kaffeebauern und dem Gewinn deutscher Kaffeeröstereien entgegenwirken. Deshalb legt Solino großen Wert darauf, dass der Kaffee zu 100% im Herkunftsland Äthiopien hergestellt wird. Die volle Transparenz, zusätzlich zu fairen Arbeitsbedingungen und der kompletten Produktion in Äthiopien, ist für Solino ein wichtiges Anliegen. Die Marke verspürt eine starke moralische Verpflichtung und setzt auf das Motto „Handeln statt Helfen“.

Die traditionelle Entwicklungshilfe wird hier auf den Kopf gestellt, denn dank der Produktion in Äthiopien helfen sich die Solino-Mitarbeiter selbst, ohne von Außenstehenden abhängig zu sein. Dabei ist es für Solino zentral, dass Äthiopien nicht nur als Rohstofflieferant dient, sondern auch hochqualifizierte Arbeitsplätze erhält und vom Kaffeeanbau zunehmend profitiert.

Sortieren, Rösten und Verpacken

Alle Arbeitsschritte bis hin zur Verpackung erfolgen vor Ort. Erst danach wird der Kaffee nach Deutschland importiert. Dank enger Kooperationen, die Solino mit einem Röster sowie einer Druckerei für die Etiketten auf den Verpackungen pflegt, bieten sich Arbeits- und Ausbildungsplätze direkt in Äthiopien. Insgesamt bleibt so etwa 60% mehr von der Wertschöpfung in Äthiopien, als wenn nur der grüne Rohkaffee importiert wird. Bisher konnte Solino 120 Arbeitsplätze schaffen. Sowohl Männer als auch Frauen werden von der Firma beschäftigt. Frauen sind vor allem damit befasst, die Bohnen zu sortieren, während Männer für das Rösten zuständig sind. In der Hauptstadt Addis Abeba werden zudem die Etiketten gedruckt, was weitere Arbeitsplätze bietet. Darüber hinaus unterstützt Solino die äthiopische Initiative „OurFathersKitchen“, die Straßenkindern in der Hauptstadt Addis Abeba regelmäßig Mahlzeiten zur Verfügung stellt.

Viele Produkte, eine Qualität

Der Kaffee der Marke wird im äthiopischen Hochland angebaut. Es handelt sich um die Sorte Arabica. Die Bohnen werden von der Sonne getrocknet und danach in einem Trommelröster 22 Minuten lang schonend geröstet. So entwickeln sie ihr Aroma und werden dank der niedrigen Temperaturen zu einem besonders bekömmlichen Kaffee. Solino selbst beschreibt den Geschmack des Kaffees als „würzig mit einem Hauch von Zartbitterschokolade“. Das Aroma ist voll, intensiv und nicht säuerlich und entspricht damit ganz dem äthiopischen Stil. Eine Auszeichnung emotionaler Art besteht darin, dass auch die äthiopischen Solino-Mitarbeiter ihr Produkt lieben und regelmäßig in der Kaffeepause trinken.

Die folgenden Produkte bietet Solino an

  • Caffè Crema (ganze Bohnen)
  • Hochland Kaffee (gemahlen)
  • Hochland Espresso (ganze Bohnen)
  • Harar Spezialitäten Kaffee (ganze Bohnen)

Dabei ist es möglich, die Caffè Crema Bohnen oder die Espresso Bohnen als Abo zu bestellen, sodass Kunden je nach Wunsch alle zwei oder drei Monate automatisch mit einer neuen Solino-Lieferung versorgt werden.

Transparenz durch einen QR-Code

Um darüber hinaus Informationen anzubieten und Transparenz zu schaffen, bietet Solino einen QR-Code an. Dieser befindet sich auf jedem Kilobeutel und lässt sich vom Kunden mit dem Smartphone scannen. Direkt erscheinen Informationen zu den Bohnen, die in der Packung enthalten sind, sodass der Kunde deren Weg nachvollziehen kann.

Fazit: Mit Fairness die Kunden begeistern

Jeder Konsument leistet mit seinen Entscheidungen einen kleinen Beitrag zur Gestaltung der wirtschaftlichen Prozesse. Wer sich für ein nachhaltiges und sozial engagiertes Projekt entscheiden möchte, ist mit Solino gut beraten. Das moderne und faire Konzept wird vor allem eine junge und interessierte Zielgruppe begeistern. Der Weg der Solino-Kaffeebohne kann in der Getränkekarte beschrieben werden, um Interesse für dieses einzigartige Produkt zu wecken. Somit leisten Gastronomen und Hoteliers nicht nur einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, sondern begeistern auch die Kunden mit Geschmack, Qualität und Transparenz.

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