Kaffee

Klasse oder Masse?

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Vollautomat

Der Vollautomat ist aus Gastronomie und Hotellerie nicht mehr wegzudenken: Er übernimmt alle Arbeitsschritte vom Mahlen der Bohne bis hin zur Zubereitung verschiedenster Kaffeespezialitäten. Ein Festwasseranschluss und groß dimensionierte Bohnenbehälter ermöglichen die Ausgabe zahlreicher Getränke, bevor ein manuelles Eingreifen nötig wird.    

Die Verwendung bietet sich beispielsweise in klassischen Restaurants an, bei denen das Hauptaugenmerk auf den Speisen liegt. In diesen Betrieben steht häufig nicht genügend Personal für eine aufwändige Kaffeezubereitung bereit. Dennoch sollen die Gäste die Möglichkeit erhalten, das Essen mit einem Koffeinkick abzuschließen. Mit einem Kaffeevollautomaten ist dafür nur ein Knopfdruck erforderlich. Auch in Hotels sind diese Geräte für den Frühstücksbereich sehr beliebt. Sie sind so einfach zu bedienen, dass die Kunden die Zubereitung selbst übernehmen können. Das spart Gehaltskosten und führt dennoch zu einer hohen Kundenzufriedenheit.

Weitere Vorteile sind die automatische Reinigung und die Entkalkungsfunktion. Über nötige Wartungen informieren die Vollautomaten der neuen Generationen via SMS oder E-Mail, je nach System geht die Nachricht auch direkt an den Wartungsservice.

Wer vielfältigen Kaffeegenuss von Espresso doppio bis Milchkaffee und Ristretto in gleichbleibender Qualität und bei hohem Durchsatz anbieten möchte, ist mit einem Vollautomaten gut beraten.

Mengenbrüher

Wenn zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt größere Mengen an Kaffee bereitstehen müssen, dann bietet es sich an, einen Mengenbrüher zu verwenden. Diese Geräte sind sehr leistungsstark und können den Kaffee ausgesprochen schnell zubereiten. Darüber hinaus verfügen sie über einen Behälter mit hohem Volumen, der dazu dient, den fertigen Kaffee aufzunehmen. Aufgrund einer thermischen Isolation hält er den Inhalt über einen längeren Zeitraum hinweg warm.

Mengenbrüher stellen insbesondere für Betriebe, die Tagungen organisieren, eine interessante Option dar. Bei diesen Veranstaltungen gibt es immer wieder kleinere Pausen zwischen den einzelnen Abschnitten, die zur Verkostung der Teilnehmer genutzt werden können. In der Regel ist besonders die Nachfrage nach Kaffee in diesen Pausen groß, so dass Veranstalter genau planen müssen, wie sie den Wünschen der Besucher in kurzer Zeit nachkommen können. Der Mengenbrüher eignet sich hervorragend für diese Aufgabe. Auch im Frühstücksbereich eines Hotels kann die Verwendung eines Mengenbrühers sinnvoll sein, da auch dort viele Gäste gleichzeitig ihren Kaffee trinken möchten. Diese Geräte ermöglichen zusätzlich eine simple Selbstbedienung, sodass für diese Aufgabe kein Personal notwendig ist. Insgesamt ist der Aufwand für die Zubereitung und für die Reinigung beim Einsatz eines Mengenbrühers sehr gering.

Siebträgermaschine

Das charakteristische Kennzeichen einer Siebträgermaschine ist ein kleiner Siebvorsatz, der sich über einen Bajonettverschluss oder über ein Gewinde an der Brühgruppe der Kaffeemaschine anbringen lässt. Hier wird das gemahlene Kaffeepulver eingefüllt. Dabei ist ein leichter Druck erforderlich, den der Barista mit einem Tamper erzeugt – einem kleinen Stampfer, der in der Regel aus Metall besteht. Eine Siebträgermaschine bereitet den Kaffee nach der Espresso-Methode zu. Das bedeutet, dass sie das Wasser mit hohem Druck durch das Kaffeepulver leitet. Der Espresso, der dabei entsteht, hat ein intensives Aroma und ist dennoch sehr mild, da nur sehr wenige Bitterstoffe enthalten sind.

Der Aufwand für die Zubereitung des Kaffees ist bei diesen Modellen höher als bei einem Kaffeevollautomaten. Das beginnt bereits beim Mahlprozess. Viele Geräte verfügen über keine integrierte Kaffeemühle, sodass dieser Prozess separat erfolgen muss oder bereits gemahlene Bohnen verwendet werden. Für das Füllen des Siebträgers, das Andrücken des Kaffeepulvers mit dem Tamper und für das Aufbrühen benötigt der Barista ebenfalls mehr Zeit als beim Knopfdruck des Vollautomaten, aber die Qualität der Ergebnisse spricht für sich.

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