WLAN

WLAN-Call – Funktion, Vor- und Nachteile für die Hotellerie

Mit dem WLAN Call Hotelgästen neue Möglichkeiten auch im Funkloch eröffnen.
© Chris Ryan | iStockphoto.com

Wie eine Drahtlosverbindung das Funkloch stopft

Obwohl die EU die Roamingkosten ab Mai 2019 bei 0,19 € gedeckelt hat, sind Auslandsverbindungen nach wie vor teurer als mancher Handytarif. Mit Zugriff auf das WLAN telefonieren Anwender von überall ohne zusätzlich Kosten. Hotels, die ihren Gästen diesen Vorteil anbieten, liefern mehr Gründe, einzuchecken.

Vorteile gegenüber anderen Diensten

WLAN Call oder WiFi Calling heißen die verschiedenen Lösungen der Anbieter, wenn es darum geht, bei schlechten Handyverbindungen einen besseren Empfang zu realisieren oder gar im Funkloch zu telefonieren. Mobiltelefonie über das Internet ist für den Nutzer eine technisch ausgereifte Alternative zu Sprachnachrichten im Messenger, Skype oder FaceTime und bietet die Möglichkeit eines besseren Kundenservices.

Technische Rahmenbedingungen

Um eventuelle Funklöcher zu überbrücken, nutzen Besitzer moderner Smartphones das Internet. Als Gast im Hotel bietet sich dafür das hoteleigene Netz an, insofern der Anbieter dies ermöglicht. Voraussetzung dafür ist die Öffnung des Hotel-Internets, was in vielen Häusern bereits Standard ist. Zusätzlich benötigen die Anwender bei manchem Handytarifanbieter eine App auf ihrem Smartphone.

Schnelles Internet, gute Verbindungen

Sobald sich das Handy mit dem Internet verbindet, telefonieren die Gäste zu demselben Tarif, den sie auch am Heimatort nutzen. Mit einer Flatrate sind die Telefonate also kostenlos. Egal, ob im In- oder im Ausland. Voraussetzung, um den Service zu nutzen, ist eine stabile und leistungsfähige Internetverbindung. Hotelbetreiber achten darauf, dass das Netz an jedem Punkt im Haus und auf dem Gelände in hoher Qualität verfügbar ist, denn Internet-Telefonie erfordert viel Bandbreite.

Wer nutzt den Service?

Netzwerkbetreiber klären in der Regel zu wenig auf über die Vorteile und die Funktionsweise der Internet-Telefonie. Deshalb sind die Hotelbetreiber gehalten, diese Aufgabe zu übernehmen:

  • Nur Gäste mit LTE-fähigen Handys und Tarifen bewegen sich auf dem Gelände frei und riskieren es, den Funkbereich des Wireless LANs zu verlassen, ohne dass das Gespräch unterbricht.
  • Mit GSM oder UMTS-Handys gelingt dies nicht.
  • Neben der Telekom bieten noch einige andere Mobilfunkbetreiber die Möglichkeit des WLAN Calls an.
  • Nutzern von Prepaid-Handys steht diese Option meist nicht offen.

Funkloch ade

Um Gäste auf das besondere Serviceangebot aufmerksam zu machen, nutzen Hoteliers und Hinweise auf der Website, Aufsteller in den Gästezimmern oder den Kontakt an der Rezeption. Dort ist auch die Gelegenheit, auf die Verbindungsqualität hinzuweisen, welche über das Internet häufig besser ist als über das Mobilfunknetz. Die Gäste melden sich nur einmal im lokalen WiFi an und automatisch wird jeder Anruf über das Internet getätigt, sobald das Netz in Reichweite ist. Anrufer und Angerufene merken keinen Unterschied, denn es wird die jeweilige Mobilfunknummer angezeigt, und das Handy ist zu bedienen wie gewohnt.

Richtig aufklären

Der Kontakt zu den Daheimgebliebenen oder Geschäftspartnern im Ausland ist für Hotelgäste wichtig. Dort, wo das Internet bereits mit einem Zugang für Gäste ausgelegt ist, ist kaum mehr als etwas Aufklärungsarbeit erforderlich, damit Anwender von der Möglichkeit, über das Internet zu telefonieren, erfahren. Wichtig ist auch, dass der Anbieter darüber aufklärt, wer daraus Nutzen zieht. Sonst macht sich schnell Enttäuschung breit und schlägt sich in unvorteilhaften Bewertungen nieder. Die Information zum Thema sollte deshalb dringend nicht nur die Vorteile, sondern auch die Einschränkungen beleuchten.

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