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Corona-Update für das Gastgewerbe: : Zutritt nur für „3G“, Verlängerung für Überbrückungshilfen & Kurzarbeitergeld

Wichtige Updates und Informationen zur Corona-Krise für die Gastronomie und Hotellerie: +++ Zutritt ab 23. August nur für 3G +++ Übersicht Corona-Verordnungen und Testpflicht in Bundesländern +++ Beschlossen: Verlängerung von Überbrückungshilfen & erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld +++ Stadthotellerie weiter unter Druck +++ Zahl der Gästeübernachtungen eingebrochen +++

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Übersicht Öffnungstermine, Testpflichten und Vorgaben für das Gastgewerbe: Der DEHOGA Bundesverband hat seine Übersichten zu den Öffnungsterminen, Testpflichtvorschriften und den aktuellen Beschränkungen und Regelungen für das Gastgewerbe in den einzelnen Bundesländern aktualisiert. dehoga-corona.de

Corona-Dashboard: Das COVID-19-Dashboard des Robert Koch-Institut informiert tagesaktuell über den Stand der Corona-Infektionen auf Ebene der Länder und der Landkreise. Seit über drei Wochen steigt die 7-Tage-Inzidenz jeden Tag wieder an. Zudem finden Sie auf dem RKI-Dashboard auch eine Liste der Risikogebiete. > zum RKI-Dashboard

Neue Corona-Regeln: Zutritt ab 23.08. nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen

Bundeskanzlerin Merkel und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder  haben neue Beschlüsse (Download) zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gefasst. Spätestens ab dem 23. August gilt die 3G-Regel. Das heißt: Zutritt nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen mit einem Antigenschnelltest (max. 24 Stunden alt) oder PCR-Test (max. 48 Stunden alt) als Besucher in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe, in der Innengastronomie, bei Veranstaltungen und Festen in Innenräumen, bei Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen, bei Sport im Innenbereich, bei Beherbergung. Dies gilt für alle ab sechs Jahre. Dabei können die Länder vorsehen, dass die 3G-Regel ganz oder teilweise ausgesetzt wird, solange die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt.  Der Bund wird das Angebot kostenloser Bürgertests für alle mit Wirkung vom 11. Oktober 2021 beenden. Für Personen, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt (insbesondere Schwangere, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren), wird es weiterhin die Möglichkeit zum kostenlosen Antigen-Schnelltest geben.

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Die Beschlüsse sind aus Sicht von einigen Politikern nicht ausreichend. Bayerns Ministerpräsident Söder kritisierte im Interview mit den „Tagesthemen“, das sei nur ein „Ergebnis auf Sicht“ und zu kurzfristig geplant. Niedersachsen will sich komplett von dem bisherigen Corona-Stufenplan, der an der 7-Tages-Inzidenz ausgerichtet ist, verabschieden und plant einen neuen Bewertungsmaßstab.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) bewertet die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels differenziert. Die Abkehr von Lockdown-Szenarien und die Verlängerung der Corona-Hilfen sieht der Branchenverband ausdrücklich positiv. Kritikwürdig bleibt für den DEHOGA die Fokussierung auf den Inzidenzwert von 35 bei der 3G-Regelung. Allerdings gebe es insoweit auch Spielräume für die Bundesländer, die es zu nutzen gelte.

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Verlängerung von Überbrückungshilfen und erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld

Der Bund hat gestern bei den Beratungen zudem zugesagt, die Überbrückungshilfen zu verlängern. Dabei sollen die Einschränkungen der Wirtschaftlichkeit durch die Corona-Maßnahmen bei Großveranstaltungen, Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, Feiern, Bars und Clubs berücksichtigt werden. Die Länder bitten den Bund, auch den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld zu verlängern. Der Bund wird auch zur Verhinderung betrieblicher Infektionen mit dem Corona-Virus die bestehenden Maßnahmen der Arbeitsschutzverordnung an die aktuelle Situation anpassen und verlängern. Dies gilt insbesondere für die Pflicht zur Erstellung und
Aktualisierung betrieblicher Hygienekonzepte sowie die Testangebotsverpflichtung. > Download Beschluss (Seite 3 ff.)

Themen in diesem Artikel
AnalyseCoronaCorona-HilfenStudie

DEHOGA-Umfrage – 37 Prozent der Betriebe bangen weiter um ihre Existenz

Nach insgesamt neun Monaten Lockdown erholt sich das Gastgewerbe nur langsam von den verheerenden Folgen der Pandemie. Denn auch wenn Hotels und Restaurants in Ferienregionen von einer guten Nachfrage berichten und hier die Zuversicht wächst, beklagen die Stadt- und Tagungshotels, die Eventcaterer sowie Clubs und Diskotheken weiterhin erhebliche Umsatzausfälle. Für Juli meldeten die Betriebe insgesamt elf Prozent Umsatzrückgang im Vergleich zum Juli 2019. 37,2 Prozent der Betriebe bangen mit Blick auf die fehlenden Umsätze weiterhin um ihre Existenz. 23,6 Prozent der befragten Hotels und Restaurants sehen sich sogar konkret vor einer Betriebsaufgabe. Das geht aus einer aktuellen Branchenumfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) hervor, die der Verband am Montag veröffentlicht hat. > zur Pressemeldung

Zahl der Gästeübernachtungen im ersten Halbjahr 35 Prozent unter Vorjahresniveau

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank die Zahl der Gästeübernachtungen in Beherbergungsbetrieben im ersten Halbjahr 2021 auf 76 Millionen – ein Minus von 35 Prozent im Vergleich zum krisengeprägten Vorjahreszeitraum und 66 Prozent weniger als noch im ersten Halbjahr 2019. Im vergangenen Jahr hatte der Inlandstourismus bereits einen historischen Tiefstand verzeichnet, die Zahl der Übernachtungen war in der ersten Jahreshälfte pandemiebedingt um etwa die Hälfte eingebrochen. Vor dem Hintergrund der heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Einbruch im Inlandstourismus hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vor einer weiteren Abwanderung von Fachkräften aus der Branche gewarnt. „Die Krise im Hotel- und Gaststättengewerbe dauert länger an als befürchtet. Wenn es für Hotelangestellte und Köche keine klare Perspektive gibt, könnten schon in den nächsten Monaten weitere Zehntausende Beschäftigte das Gastgewerbe verlassen“, so der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler. Die Arbeitgeber sollten nun gemeinsam mit der NGG über einen Zukunftsplan für die von Corona hart getroffene Branche verhandeln und ihren Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen leisten.

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