Suche
Anzeige

Corona-Update für das Gastgewerbe: : Zutritt nur für „3G“, Verlängerung für Überbrückungshilfen & Kurzarbeitergeld

Wichtige Updates und Informationen zur Corona-Krise für die Gastronomie und Hotellerie: +++ Zutritt ab 23. August nur für 3G +++ Übersicht Corona-Verordnungen und Testpflicht in Bundesländern +++ Beschlossen: Verlängerung von Überbrückungshilfen & erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld +++ Stadthotellerie weiter unter Druck +++ Zahl der Gästeübernachtungen eingebrochen +++

Photo by Markus Winkler on UnsplashMarkus Winkler, UnsplashMarkus Winkler, Unsplash

Übersicht Öffnungstermine, Testpflichten und Vorgaben für das Gastgewerbe: Der DEHOGA Bundesverband hat seine Übersichten zu den Öffnungsterminen, Testpflichtvorschriften und den aktuellen Beschränkungen und Regelungen für das Gastgewerbe in den einzelnen Bundesländern aktualisiert. dehoga-corona.de

Corona-Dashboard: Das COVID-19-Dashboard des Robert Koch-Institut informiert tagesaktuell über den Stand der Corona-Infektionen auf Ebene der Länder und der Landkreise. Seit über drei Wochen steigt die 7-Tage-Inzidenz jeden Tag wieder an. Zudem finden Sie auf dem RKI-Dashboard auch eine Liste der Risikogebiete. > zum RKI-Dashboard

Neue Corona-Regeln: Zutritt ab 23.08. nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen

Bundeskanzlerin Merkel und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder  haben neue Beschlüsse (Download) zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gefasst. Spätestens ab dem 23. August gilt die 3G-Regel. Das heißt: Zutritt nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen mit einem Antigenschnelltest (max. 24 Stunden alt) oder PCR-Test (max. 48 Stunden alt) als Besucher in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe, in der Innengastronomie, bei Veranstaltungen und Festen in Innenräumen, bei Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen, bei Sport im Innenbereich, bei Beherbergung. Dies gilt für alle ab sechs Jahre. Dabei können die Länder vorsehen, dass die 3G-Regel ganz oder teilweise ausgesetzt wird, solange die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt.  Der Bund wird das Angebot kostenloser Bürgertests für alle mit Wirkung vom 11. Oktober 2021 beenden. Für Personen, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt (insbesondere Schwangere, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren), wird es weiterhin die Möglichkeit zum kostenlosen Antigen-Schnelltest geben.

Partner aus dem HORECA Scout

Die Beschlüsse sind aus Sicht von einigen Politikern nicht ausreichend. Bayerns Ministerpräsident Söder kritisierte im Interview mit den „Tagesthemen“, das sei nur ein „Ergebnis auf Sicht“ und zu kurzfristig geplant. Niedersachsen will sich komplett von dem bisherigen Corona-Stufenplan, der an der 7-Tages-Inzidenz ausgerichtet ist, verabschieden und plant einen neuen Bewertungsmaßstab.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) bewertet die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels differenziert. Die Abkehr von Lockdown-Szenarien und die Verlängerung der Corona-Hilfen sieht der Branchenverband ausdrücklich positiv. Kritikwürdig bleibt für den DEHOGA die Fokussierung auf den Inzidenzwert von 35 bei der 3G-Regelung. Allerdings gebe es insoweit auch Spielräume für die Bundesländer, die es zu nutzen gelte.

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingBranche und TrendsGehalt, Benefits und Altersversorgung
Gastgewerbe als Lichtblick im Mittelstand: Umsätze legen um 7,1 Prozent zu

Die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz beurteilt der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern zwiespältig. „Wir hätten uns mehr Mut zu mehr Selbstverantwortung und weniger Verbote gewünscht“, so Präsidentin Angela Inselkammer: „Positiv ist, dass kein erneuter Lockdown thematisiert wurde. Das klare Bekenntnis, dass eine Schließung des Gastgewerbes zumindest für Geimpfte und Genesene definitiv ausgeschlossen ist, ist ein wichtiges Signal an alle Unternehmer und Beschäftigte.

Verlängerung von Überbrückungshilfen und erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld

Der Bund hat gestern bei den Beratungen zudem zugesagt, die Überbrückungshilfen zu verlängern. Dabei sollen die Einschränkungen der Wirtschaftlichkeit durch die Corona-Maßnahmen bei Großveranstaltungen, Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, Feiern, Bars und Clubs berücksichtigt werden. Die Länder bitten den Bund, auch den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld zu verlängern. Der Bund wird auch zur Verhinderung betrieblicher Infektionen mit dem Corona-Virus die bestehenden Maßnahmen der Arbeitsschutzverordnung an die aktuelle Situation anpassen und verlängern. Dies gilt insbesondere für die Pflicht zur Erstellung und
Aktualisierung betrieblicher Hygienekonzepte sowie die Testangebotsverpflichtung. > Download Beschluss (Seite 3 ff.)

Themen in diesem Artikel
AnalyseCoronaCorona-HilfenStudie

DEHOGA-Umfrage – 37 Prozent der Betriebe bangen weiter um ihre Existenz

Nach insgesamt neun Monaten Lockdown erholt sich das Gastgewerbe nur langsam von den verheerenden Folgen der Pandemie. Denn auch wenn Hotels und Restaurants in Ferienregionen von einer guten Nachfrage berichten und hier die Zuversicht wächst, beklagen die Stadt- und Tagungshotels, die Eventcaterer sowie Clubs und Diskotheken weiterhin erhebliche Umsatzausfälle. Für Juli meldeten die Betriebe insgesamt elf Prozent Umsatzrückgang im Vergleich zum Juli 2019. 37,2 Prozent der Betriebe bangen mit Blick auf die fehlenden Umsätze weiterhin um ihre Existenz. 23,6 Prozent der befragten Hotels und Restaurants sehen sich sogar konkret vor einer Betriebsaufgabe. Das geht aus einer aktuellen Branchenumfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) hervor, die der Verband am Montag veröffentlicht hat. > zur Pressemeldung

Zahl der Gästeübernachtungen im ersten Halbjahr 35 Prozent unter Vorjahresniveau

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank die Zahl der Gästeübernachtungen in Beherbergungsbetrieben im ersten Halbjahr 2021 auf 76 Millionen – ein Minus von 35 Prozent im Vergleich zum krisengeprägten Vorjahreszeitraum und 66 Prozent weniger als noch im ersten Halbjahr 2019. Im vergangenen Jahr hatte der Inlandstourismus bereits einen historischen Tiefstand verzeichnet, die Zahl der Übernachtungen war in der ersten Jahreshälfte pandemiebedingt um etwa die Hälfte eingebrochen. Vor dem Hintergrund der heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Einbruch im Inlandstourismus hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vor einer weiteren Abwanderung von Fachkräften aus der Branche gewarnt. „Die Krise im Hotel- und Gaststättengewerbe dauert länger an als befürchtet. Wenn es für Hotelangestellte und Köche keine klare Perspektive gibt, könnten schon in den nächsten Monaten weitere Zehntausende Beschäftigte das Gastgewerbe verlassen“, so der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler. Die Arbeitgeber sollten nun gemeinsam mit der NGG über einen Zukunftsplan für die von Corona hart getroffene Branche verhandeln und ihren Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen leisten.

Lesen Sie auch
DatenschutzRecht und ComplianceSoftware und Systeme
IT-Security to go: Wie KMU ihre IT-Sicherheit sofort verbessern können

Boom der Ferienhotellerie, Stadthotellerie weiter unter Druck

Die Ferienhotellerie boomt, während die Städte zögerlich zurückkommen. Investoren stehen in den Startlöchern, aber aktuell fehlt es an konkreten Targets. Das geht aus dem aktuellen „Hotel Industrie Update“ des Hotelberatungsunternehmens mrp hotels hervor. In der kurzen Präsentation wird dargelegt, wann mit einer Erholung zu rechnen ist, welche langfristigen Folgen die Pandemie für die Branche hat und welche nachhaltigen Trends auf dem Hotelimmobilienmarkt zu erwarten sind. > mrp-hotels.com

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

50 Mitarbeiter, jahrelang unbemerkt, ein sechsstelliger Schaden: Die Razzia in einem Restaurant in München hat eine unbequeme Frage zurück auf die Tagesordnung gebracht – wie gut kennen Gastronomen eigentlich die Abläufe in ihrem eigenen Haus? Steuerberater Christopher Arendt erklärt, wo die typischen Schwachstellen sitzen und warum wachsende Betriebe ihre Kontrollen jetzt mitwachsen lassen müssen.

Robert Bye, Unsplash
Außengastronomie

Terrassengebühren 2026: Wer zahlt wie viel fürs Draußensitzen?

Sommer, Sonne, Außengastronomie – und eine Rechnung, die je nach Standort um den Faktor 60 auseinandergehen kann. Pünktlich zum Start der Hauptsaison hat der Bund der Steuerzahler die Terrassengebühren für rund 200 deutsche Städte erhoben. Das Ergebnis macht deutlich, wie unterschiedlich Städte Außengastronomie bepreisen.

wattline GmbH
Allgemeine Haustechnik

Energieverbrauch im Gastgewerbe: Wo die größten Kostentreiber liegen

Strom, Gas, Heizung – Energiekosten gehören zu den größten Ausgabenposten in Hotels und Restaurants. Doch die Höhe der Rechnung ist alles andere als Zufall: Öffnungszeiten, Gästeaufkommen und die Lage des Betriebs spielen eine ebenso große Rolle wie die technische Ausstattung. Wer weiß, an welchen Stellschrauben sich tatsächlich drehen lässt, kann Kosten senken – ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Doch welche Faktoren wiegen am schwersten, und wo verbergen sich die größten Einsparpotenziale?

Canva
Digitalisierung

KI-Inhalte kennzeichnen: Was ab 2. August 2026 gilt

Ein KI-generiertes Zimmerfoto auf der Buchungsseite, der Speisekarten-Text aus ChatGPT, das Instagram-Motiv per Knopfdruck: Ab dem 2. August sind solche Inhalte kennzeichnungspflichtig. Was der EU AI Act konkret fordert, wo die Grenze zur klassischen Bildbearbeitung liegt – und warum Betriebe, die das ignorieren, Abmahnungen und empfindliche Bußgelder riskieren.

Lightspeed, L Seden
Branche und Trends

Nachhaltigkeit in der Gastronomie stößt an die Preisgrenze

Eine aktuelle Verbraucherumfrage von Lightspeed bringt eine unbequeme Wahrheit ans Licht: Deutschlands Restaurantgäste fordern nachhaltige Konzepte – regional, saisonal, müllvermeidend. Doch sobald es ans Bezahlen geht, kippt die Begeisterung. Mehr als die Hälfte akzeptiert maximal fünf Prozent Aufschlag. Für Gastronomiebetriebe wird die grüne Transformation damit zur ökonomischen Gratwanderung.

Gastfreund GmbH
Branche und Trends

Warum Hotels 2026 ohne digitale Gästekommunikation Marktanteile verlieren

Zwei Drittel aller Gäste fordern heute aktiv digitale Kommunikationslösungen, doch viele Hotels hinken weit hinterher. Was einst als Innovation galt, ist längst zur Grunderwartung geworden und wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern schlicht den Anschluss. Ein aktueller Branchenreport der Gastfreund GmbH zeigt, wo der größte Hebel liegt – und warum die eigentliche Herausforderung nicht Technologie, sondern Integration ist.

Weitere Artikel zum Thema

Daniel, Unsplash
Das Gastgewerbe ist im April der stärkste Wachstumstreiber im deutschen Mittelstand. Der aktuelle DATEV Mittelstandsindex zeigt aber auch, warum die Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren sind.[...]
Daniel, Unsplash
NOBIX Group GmbH
IT-Sicherheit spielt auch für kleine Unternehmen eine große Rolle: 80 Prozent aller gemeldeten Ransomware-Angriffe 2025 trafen KMU. Auch, weil sie oft eine leichte Beute sind. Wer rechtlich für sein Unternehmen verantwortlich ist, sollte daher handeln[...]
NOBIX Group GmbH
HLB Treumerkur
Wer Corona-Soforthilfen zurückzahlen musste, kann alte Steuerbescheide nicht einfach nachträglich korrigieren lassen. Der BFH stellt klar: Maßgeblich ist das Jahr des Zuflusses, die Rückzahlung wirkt steuerlich erst im Jahr des tatsächlichen Abflusses. Was das für[...]
HLB Treumerkur
designerpoint, Pexels
Der deutsche Hotelmarkt präsentiert sich 2025 in einer paradoxen Situation: Die Nachfrage nach Übernachtungen bleibt robust, die Auslastung steigt leicht an – dennoch sinkt der Umsatz pro verfügbarem Zimmer. Eine aktuelle Marktanalyse des Hotelimmobilienspezialisten Christie[...]
designerpoint, Pexels
Quang Nguyen Vinh, Pexels
Wo gibt es in Deutschland den besten Kaffee? Eine Analyse von 80 deutschen Städten zeigt überraschende Ergebnisse: Nicht nur Metropolen überzeugen durch ihre Kaffeekultur – auch kleinere Städte wie Offenbach oder Neuss mischen die Rankings[...]
Quang Nguyen Vinh, Pexels
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.