Suche

Öko-Test bestanden: Welche fleischlosen Burger-Patties doch überzeugten

In der aktuellen Ausgabe des Öko-Test Magazins enttäuschten viele Veggie-Burger mit ernüchternden Testergebnissen: In mehr als der Hälfte aller Produkte, wurden Mineralölbestandteile gefunden, zudem waren die meisten Patties hoch verarbeitet und steckten voller Zusatzstoffe. Welche Produkte schlossen dennoch mit einem guten Urteil ab und wie könnten gesunde Alternativen jenseits industrieller Massenproduktion aussehen, die dem anhaltenden Trend ebenfalls gerecht werden?

coldsnowstorm | iStockphoto

Von 18 veganen Burgern nur 4 mit “sehr gut”

Getestet wurden von Öko-Test sowohl Fleischimitate, als auch normale Veggie-Burger. Ohne den Anspruch wie Fleisch auszusehen und zu schmecken, waren Letztere die einzigen Produkte, die insgesamt mit der Note “sehr gut” abschnitten. Von den Fleischimitat-Burgern hielt einzig der Vegane Mühlen Burger Typ Rind von der Rügenwalder Mühle den strengen Kriterien des Öko-Test Magazins stand: Er erreichte immerhin die Note “gut”.

Partner aus dem HORECA Scout

Welche Burger haben mit Soja-Alternativen gepunktet?

Während die Fleischimitate allesamt auf Sojaprotein setzten, um geschmacklich möglichst nah an Fleisch heranzureichen, kamen die Testsieger ohne Soja aus – es wird in den meisten Fällen aus den USA importiert und ist damit laut der Gentechnikplattform transgen.de zu 94% gentechnisch verändert. Die veganen Testsieger wie etwa der Alnatura Rote Linsen Burger vegan oder der Naturgut Bio-Gemüse-Burger boten stattdessen Ersatz zu Soja aus wahlweise roten Linsen, Jackfruit Fruchtfleisch, Kichererbsen, Tofu, Weizeneiweiß oder schwarzen Bohnen.

Flexi ist der neue Genuss-Trend – Grilling Cheese Patty

Für Flexitarier, die bewusst mindestens einmal pro Woche auf Fleisch verzichten möchten, bietet der Käsespezialist Arla® Pro ein passendes Produkt an: Der Arla® Pro Grilling Cheese in Natur oder mit geräuchertem Chili-Flavour, eignet sich als vielseitige Alternative zu Fleisch, Tofu, vegetarischen Patties und anderen Grill- und Pfannenkäsen.

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingRecht und ComplianceSoftware und Systeme
Warum Stornos bei der Kassennachschau zum Prüfungsrisiko werden

Arla Pro Grilling Cheese (Foto: Arla Pro)

Themen in diesem Artikel
FoodBurgerVeggie Burger

Großer Vorteil des Grilling Cheese gegenüber herkömmlichen Käsesorten: Er schmilzt nicht und macht es leicht, eine größere Auswahl an vegetarischen Gerichten auf der Speisekarte zu platzieren. Er kann zudem auf vielfältige Art und Weise zubereitet werden: Braten, Grillen, Frittieren oder Panieren und Frittieren – alles ist ganz nach Bedarf und abgestimmt auf das jeweilige Gericht möglich. Extra-Tipp von Arla® Pro: Mit Hilfe einer Burgerpresse kann eine gleichmäßige Bräunung beim Braten erzielt werden.

Flexitarischer Burger (Foto: Arla Pro)

Wie können Gastronomen den Trend umsetzen, ohne auf Fertigprodukte zurück zu greifen?

Viele Restaurants haben bereits auf die anhaltende Nachfrage reagiert: Wir verwenden für unseren Patty hauptsächlich regionale Zutaten und produzieren in der Lüneburger Heide”, so Daniel MacGowan, Gründer von Otto´s Burger in Hamburg. Damit ist seine Eigenkreation auch um einiges nachhaltiger als beispielsweise der industriell gefertigte „Beyond Burger” mit Patties von Beyond Meat. 
Die Vorteile hausgemachter Burger gehen jedoch über die Nachhaltigkeit weit hinaus: Die Inhaltsstoffe können dem Gast transparent gemacht und mit gutem Gewissen genannt werden, Grundrezepte lassen sich so einfach variieren, dass jeder Geschmacksnerv getroffen wird.

Lesen Sie auch
Gastro, Recht und GewerbeRecht und ComplianceVersicherungen und Risikomanagement
Neue BGN-Themenseite „Küchenbetriebe“: Alles Wichtige zum Arbeitsschutz auf einen Blick

Welche Soja-Alternativen können Gastronomen für hausgemachte Patties verwenden?

Ein veganes Burger Patty besteht meist aus einer gut abgebundenen Masse aus Körnern oder Hülsenfrüchten. Beliebt sind zum Beispiel:

  • Kichererbsen aus der Dose oder dem Glas 
  • Dinkelkörner, Grünkern oder Quinoa
  • Erbsen, Möhren, Kidneybohnen und anderes stärkehaltiges Gemüse (gekocht)
  • Seidentofu

Knackpunkt “Bindung”: Wie hält die Masse optimal zusammen? 

Um die richtige Bindung zu erreichen, kann für vegetarische Burger Ei und Mehl verwendet werden. Für vegane Patties eignet sich Pflanzenöl und Mehl. Desweiteren kommt es auf eine raffinierte Würzung an: Chili, Koriander, Curry – alles, was Geschmack gibt und pflanzlich ist, kann optimalerweise verwendet werden. Frische Kräuter und klein gehackte Zwiebeln sollten zudem ebenfalls nicht fehlen. Auch gut zu wissen: Da vegane Burger Patties nur kurz auf den Grill kommen, dürfen leicht verbrennende Gewürze und Salz bereits in die Masse gegeben werden. In einem Fleischburger wäre dies nicht möglich.

Vegane Burger – Auch Brot und Sauce müssen “veggie” sein

Brot ist nicht per se vegan: Bei der industriellen Herstellung von Brot und Brötchen kommen viele Produkte tierischen Ursprungs zum Einsatz. Selbst gebackenes Brot wäre also die konsequente Lösung, wenn man seinen Gästen einen 100% veganen Burger bieten möchte. Weizenmehl, gentechnikfreie Sojamilch, Bio-Hefe, Zucker, vegane Margarine, Salz und Wasser: Mehr Zutaten erfordert veganes Brot nicht. Bei den Saucen eröffnen sich zudem noch mehr vegane Möglichkeiten: Pestos aus grünen Blattkräutern, wie Petersilie oder Basilikum kombiniert mit Pinien- oder Cashewkernen und Knoblauch dürften vegane Herzen höher schlagen lassen. Exotische Zutaten wie Erdnussmus verleihen zusätzliche, exklusive Geschmackserlebnisse, die den Gästen in bester Erinnerung bleiben dürften. Auch vegane Mayonnaise lässt sich auf einfache Weise zubereiten: Sojamilch ohne Zucker und Zitronensaft werden im Mixer bei niedriger Stufe stocken gelassen, dann wird langsam Öl bis zur gewünschten Konsistenz hinzugegeben. Salz, Pfeffer und Senf werden final zum Abschmecken hinzugefügt.

Fazit:

Für Gastronomen lohnt es sich, eine eigene Burger-Kreation mit regionalen, gesunden Zutaten ins Portfolio aufzunehmen, ein Ende des Trends zu veganen Burgern ist derzeit nicht in Sicht.

 

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Warum Stornos bei der Kassennachschau zum Prüfungsrisiko werden

Die Kassennachschau kommt meist unangekündigt – und entscheidet sich selten an einem einzelnen Fehler, sondern an Mustern, Abläufen und Nachvollziehbarkeit. Gerade in der Gastronomie erleben wir immer wieder dieselben Schwachstellen: technisch oft korrekt, aber organisatorisch angreifbar. In unserer 10-teiligen Beitragsserie zeigen wir die 10 größten Fehler bei der Kassennachschau.

Stella He, Unsplash
Gastro, Recht und Gewerbe

Neue BGN-Themenseite „Küchenbetriebe“: Alles Wichtige zum Arbeitsschutz auf einen Blick

Die Küche zählt zu den gefährlichsten Arbeitsplätzen im Gastgewerbe – doch die Anforderungen an Arbeitsschutz und Unfallprävention waren bislang über zahlreiche Dokumente verstreut. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe ändert das jetzt mit einer zentralen Anlaufstelle. Was Betriebe dort finden – und warum sich ein Lesezeichen lohnt.

Gastronovi
Finanzen und Controlling

Gastronomen verschenken bis zu 70.000 Euro jährlich

Viele Gastronomen nutzen bereits digitale Kassensysteme, Reservierungstools oder Warenwirtschaftslösungen. Doch ein Großteil der integrierten Funktionen bleibt oft ungenutzt. Hochgerechnet auf ein Jahr kann sich das ungenutzte Potenzial auf über 70.000 Euro pro Betrieb belaufen. Christian Jaentsch von Gastronovi hat die am häufigsten übersehenen Funktionen analysiert und gibt praxisnahe Tipps, wie Gastronomen ihre bestehende Infrastruktur besser ausschöpfen können.

Günther Dillingen, Pexels
Kostenmanagement

Parkraum als Umsatzbremse: Warum ungenutzte Stellplätze Betriebe direkt Geld kosten

Keine Parkplätze, keine Gäste? In deutschen Städten verschärft sich die Stellplatzsituation – und wird für Gastronomen und Hoteliers zum handfesten Umsatzproblem. Doch das eigentliche Dilemma liegt nicht im Mangel, sondern in der ineffizienten Nutzung. Während Dauerparker und Fremde Flächen blockieren, stehen Stellplätze außerhalb der Stoßzeiten leer. Wie lässt sich Parkraum so steuern, dass er die eigene Wertschöpfung unterstützt statt zu bremsen?

Führungscrew der Augustinum Gastronomie mit Geschäftsführer Christoph Specht (rechts), Augustinum
Branche und Trends

Erfolgreicher Einsatz gegen Lebensmittel-Abfälle

Die Augustinum Gastronomie hat ihr selbstgestecktes Ziel zur Reduzierung von Lebensmittel-Abfällen deutlich übertroffen. Statt der angestrebten 30 Prozent wurden bereits 36 Prozent erreicht – das entspricht einer jährlichen Einsparung von 228 Tonnen bundesweit. Das Unternehmen versorgt 23 Seniorenresidenzen sowie Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Bis 2030 soll die Reduktion auf 50 Prozent gesteigert werden.

Weitere Artikel zum Thema

Schulstad Bakery Solutions / Lantmännen Unibake,
Knusprig, kompakt und mit fünf verschiedenen Füllungen: Schulstad Bakery Solutions bringt dänisches Blätterteiggebäck im Miniformat auf den Markt. Die neuen Mini Danish Delights verbinden traditionelle Backkunst mit zeitgemäßem Geschmack – und könnten Frühstücksbuffets und Kaffeepausen[...]
Schulstad Bakery Solutions / Lantmännen Unibake,
LebensWert Gastgeber GmbH
Der nachhaltige Caterer LebensWert Gastgeber setzt in seinen Küchen auf eine Speiseplanung, die sich konsequent an den Jahreszeiten orientiert. Dieses Prinzip prägt Einkauf, Menügestaltung und Kommunikation mit Gästen und wirkt sich messbar auf Frische, Geschmack[...]
LebensWert Gastgeber GmbH
Arla® Pro
Feta-Alternativen und Hirtenkäse haben in den letzten Jahren auf den Speisekarten der Gastronomie deutlich an Fahrt aufgenommen – von der Bowlbar über die Systemgastronomie bis zur Schulkantine. Der Erfolg steht und fällt dabei weniger mit[...]
Arla® Pro
Barilla
Glatte Nudel, perfekte Sauce – klingt logisch, ist aber falsch. Denn erst die raue Oberfläche bronzegezogener Pasta sorgt dafür, dass Saucen wirklich haften statt am Teller zu landen. Ein Herstellungsverfahren aus Süditalien macht den Unterschied[...]
Barilla
Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan
Weinempfehlungen zu Gerichten gehören in vielen Restaurants zum Standard. Doch das Konzept lässt sich problemlos auf Bierspezialitäten übertragen – mit messbarem Erfolg. Gastronomiebetriebe, die gezieltes Food-Pairing mit Bier in ihre Speisekarte integrieren, schaffen Mehrwert für[...]
Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.