Suche
Anzeige

Jens Nölling, Commercial Director Europe der Osi International Holding GmbH, über die Vorteile von Convenience Produkten für Premium Burger

Craft Burger liegen aktuell bei Individualgastronomen voll im Trend. Das Konzept setzt weitgehend auf den „Homemade Style“, bei dem so viel wie möglich an dem Burger selbst hergestellt sein soll: Sprich, Patties, Bun und Sauce aus Eigenproduktion werden von der Zielgruppe der Craft Burger besonders honoriert. Wir sprachen mit Jens Nölling, Commercial Director Europe der OSI International Holding GmbH zum Thema Burger und wollten u.a. wissen, mit welchen Vorteilen Convenience Produkte von Foodworks bei Gastronomen trotzdem punkten können.

OSI Convenience Europe GmbH

Herr Nölling, wie würden Sie einen skeptischen Gastronomen dennoch davon überzeugen, für seine Burger-Kreationen Produkte von Foodworks zu verwenden?

Es gibt viele Argumente, die für unsere Produkte sprechen. Die wichtigsten Hauptargumente, um auch den Skeptiker unter den Gastronomen für uns zu gewinnen, sind Verfügbarkeit, Gelingsicherheit und Vielfalt.
Natürlich kann Frischfleisch in der eigenen Küche gewolft oder vom Metzger bezogen werden. Ab einem gewissen Durchsatz wird dies jedoch zu einer logistischen und zeitlichen Unmöglichkeit. Produkte von Foodworks können auf Vorrat gekauft, je nach Gästeaufkommen einzeln aus der Tiefkühlung genommen und dem Kunden „just in time“ serviert werden.
Ob fertig gewürzt oder noch bereit für die individuelle Note – alle unsere Patties haben ein gleichbleibendes Fettprofil, was ein ausgewogenes Geschmackserlebnis garantiert. So können unsere Burger Patties auch von weniger geschultem Personal professionell und effizient zubereitet werden. Und das kommt dem Gastronomen im oftmals hektischen Küchenalltag zugute. Zu unseren Stärken zählt auch unsere Vielfalt – OSI Convenience Europe liefert passende Produkte für alle Burger-Trends. Vom kleinen, saftigen 50-g-Patty bis zum 285-g-Patty. So stellen wir sicher, dass der Gastronom die verschiedensten Ansprüche der Kunden bedienen kann. Abgerundet wird unser Burger-Angebot durch vegetarische und fleischreduzierte Patties. Denn auch an diesen Trends gehen wir nicht vorbei und sind für den Gastronomen ein kompetenter Ansprechpartner.

Partner aus dem HORECA Scout

Können Sie uns ein Kalkulationsbeispiel geben – optimalerweise vielleicht mit einem Vergleich zum selbst gemachten Patty – anhand dessen sich die wirtschaftlichen Vorteile des Gastronomen, der Ihre Produkte verwendet, belegen lassen?

Um Patties frisch zuzubereiten, müssen einige Grundvoraussetzungen gewährleistet sein. Und jede dieser Grundvoraussetzungen birgt einen Kostenfaktor in sich. Geschultes Fachpersonal ist ein Muss, damit die strengen Hygienevorschriften bei der Verarbeitung von gewolftem Frischfleisch eingehalten werden. Eine Vorbereitung für das Tagesgeschäft ist aus mikrobiologischer Sicht so gut wie unmöglich, da Hackfleisch ein sehr sensibles Produkt ist und am besten immer frisch verarbeitet werden soll. Der Fleischwolf muss stets aufwendig gereinigt werden – das ist zeitintensiv und bedarf auch fachlichen Know-hows. Darüber hinaus ist die individuelle Portionierung von Burger Patties gewissen Schwankungen in Gewicht und Konsistenz unterlegen. Das birgt einerseits ein höheres kalkulatorisches Risiko für den Gastronomen, andererseits das Risiko der schwankenden Qualität. Unsere Produkte werden tiefgefroren angeliefert und bei professioneller Lagerung von minus 18 °C können hier keine Mikroorganismen entstehen. Die strikten Qualitätskontrollen und standardisierten Produktionsprozesse in unseren Werken garantieren neben den hygienischen Voraussetzungen auch eine durchgängig hohe Qualität – im Geschmack und in der Konsistenz. Die Produkte können in der Tiefkühlung auf Vorrat gelagert und entsprechend dem Gästeaufkommen zubereitet werden. Der Arbeitsschritt der sensiblen Fleischverarbeitung entfällt komplett und auch höher bezahltes Fachpersonal ist nicht in dem Maße notwendig wie bei der Verarbeitung von Frischfleisch. Unsere Patties haben standardisierte Gewichte, somit ist der Wareneinsatz sicher kalkulierbar. Prozesskosten und Hygiene sind die beiden Hauptargumente, die gerade auf der kalkulatorischen Seite stark für unsere Produkte im Vergleich zu Frischware sprechen.

Wie kontern Sie eventuelle Vorbehalte hinsichtlich der Fleischqualität von Fertig-Patties? Können Sie uns ein paar Hintergrundinfos zur Herkunft des für den Angus und Wagyu Burger verwendeten Fleisches geben?

Das Thema Fleischqualität wird in der heutigen Zeit immer wichtiger. Wir beziehen für unsere Produkte generell nur Rindfleisch aus Europa und verarbeiten dieses auch ausschließlich in unseren europäischen Werken. Über regelmäßige Audits und Zertifizierungen entlang der gesamten Lieferkette – vom Lieferanten über die Schlachthöfe bis hin zu den Produktionsbetrieben – können wir eine lückenlose Kontrolle und Nachverfolgbarkeit gewährleisten. Diese Qualitätsstandards sind uns extrem wichtig, deshalb gehen unsere Audits weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Für unseren Angus Burger verarbeiten wir ausschließlich Fleisch aus zertifizierten Quellen deutscher oder irischer Herkunft. Unter der Marke Foodworks wird ausschließlich irisches CAB – Certified Angus Beef – verarbeitet. Hier sind schonende Aufzucht und der Verzicht auf jegliche Futtermittelzusätze ein herausragendes Qualitätsargument. Und natürlich gelten dieselben hohen Qualitätsansprüche für alle unsere Burger Patties – Wagyu Patties miteinbezogen.

Lesen Sie auch
Recht und ComplianceSteuernSoftware und Systeme
Der unsichtbare Fehler: Wie die TSE Betriebe in der Prüfung angreifbar macht

Stichwort „bio“: Viele Gäste legen immer mehr Wert auf dieses Prädikat – was können Sie Gastronomen anbieten, die auch diese Klientel zufriedenstellen möchten?

Wir stellen immer wieder fest, dass der Trend zu Bio-Produkten eher ein mediales Thema als ein echtes Branchenthema ist. Aktuell bieten wir in unserem Sortiment unseren Hamburger klassisch in drei Grammaturen in Bio-Qualität an. Die Produkte werden in unserem Werk in Österreich produziert und sind nach DE-ÖKO zertifiziert. Bei entsprechend hoher Nachfrage können wir allerdings fast jeden Rohstoff biozertifiziert produzieren – allerdings ist die Nachfrage für eine separate Produktion nur sehr gering, sodass solche Anfragen aktuell keine Relevanz haben. Neben „bio“ ist aus unserer Sicht das Thema „Regionalität“ auch in den Köpfen der Verbraucher verankert. 
Wir sind der Überzeugung, das hochwertiges Fleisch nur dann entsteht, wenn schon bei Aufzucht und Schlachtung das Tier im Mittelpunkt des Handelns steht. Die Initiative BayernOX® hat sich diesem nachhaltigen Handeln verschrieben. Die Tiere kommen ausschließlich aus zertifizierten landwirtschaftlichen Betrieben in den Gebieten Miesbach, Traunstein und Weilheim. Durch die artgerechte Aufzucht und die kontrollierte Tierhaltung entsteht eine aromatische, hohe Fleischqualität, wie nur gesunde Rinder sie haben. Alle Produkte tragen das „g.g.A.“-Siegel der Europäischen Union (geschützte geografische Angabe) und das regionale „GQ-Bayern“ (Geprüfte Qualität für Rindfleisch). Wir sind stolz darauf, mit unserem Know-how der Initiative BayernOX® zur Seite zu stehen und in einem überschaubaren Umfang Patties für ein neues Foodtruck-Konzept der Initiative zu produzieren.

Themen in diesem Artikel
FoodBurgerConvenienceInterviewLebensmittelhygiene

(Foto: OSI Convenience Europe GmbH)

Jens Nölling, Commercial Director Europe der OSI International Holding GmbH

Lesen Sie auch
Gastro, Recht und Gewerbe
Was am Frühstücksbuffet jetzt anders wird: DEHOGA-Leitfaden erklärt die neuen EU-Regeln für Honig, Marmelade und Fruchtsäfte
ACCONSIS
Recht und Compliance

Der unsichtbare Fehler: Wie die TSE Betriebe in der Prüfung angreifbar macht

Belege werden korrekt gedruckt, Kartenzahlungen laufen, der Tagesabschluss meldet keinen Fehler – und trotzdem kann die technische Sicherheitseinrichtung im Hintergrund zur Schwachstelle werden. Warum gerade TSE-Themen in der Kassennachschau besonders heikel sind und an welchen Stellen Gastronomiebetriebe regelmäßig angreifbar werden.

DEHOGA; ROMAN ODINTSOV, Pexels
Gastro, Recht und Gewerbe

Was am Frühstücksbuffet jetzt anders wird: DEHOGA-Leitfaden erklärt die neuen EU-Regeln für Honig, Marmelade und Fruchtsäfte

Erdbeerkonfitüre darf jetzt wieder Marmelade heißen, im Honigglas muss jedes Herkunftsland einzeln stehen, und in der Konfitüre steckt mehr Frucht als bisher: Seit dem 14. Juni 2026 gelten neue EU-Vorgaben für Honig, Marmelade, Konfitüre und Fruchtsäfte – mit unmittelbaren Folgen für Hotellerie und Gastronomie. Ein neuer DEHOGA-Praxis-Leitfaden ordnet die Änderungen für das Gastgewerbe ein.

Ivan Vranić, Unsplash
Ausstattung und Interieur

Einbrüchen ins Restaurant vorbeugen – welche Maßnahmen können dabei helfen?

Rund 90.000 Einbrüche zählte Deutschland 2024 – und längst nicht mehr nur in Privatwohnungen. Auch Restaurants geraten zunehmend ins Visier krimineller Banden. Neben gestohlenem Bargeld bleiben oft zerstörte Einrichtung und tagelange Schließungen zurück. Gerade für kleinere Lokale kann das schnell existenzbedrohend werden – selbst mit Versicherung. Doch mit den richtigen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich senken. Welche das sind, zeigt dieser Überblick.

Lightspeed
Branche und Trends

Digital ja – aber bitte mit Herz: Was Restaurantgäste erwarten

Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, ein echtes Willkommen – was ein gelungenes Restauranterlebnis ausmacht, hat weniger mit Technik zu tun, als man im Digitalzeitalter vermuten würde. Eine internationale Umfrage gibt Aufschluss darüber, worauf Gäste tatsächlich Wert legen und wie unterschiedlich sie auf Unzufriedenheit reagieren.

Click A Tree
Kostenmanagement

7 Wege für profitable Nachhaltigkeit in der Gastronomie

Nachhaltigkeit in der Gastronomie – klingt nach Verzicht und hohen Investitionen? Irrtum. Wer ökologische und soziale Verantwortung strategisch einsetzt, steigert nicht nur das Image, sondern auch die Rendite. Sieben praxiserprobte Wege zeigen, wie sich Umweltschutz, Teamzufriedenheit und wirtschaftlicher Erfolg gewinnbringend verbinden lassen – vom wertschätzenden Employer Branding bis zur intelligenten Müllreduktion.

e2n
Arbeitszeit, Dienstplan, und Schichtplanung

Spontane Personalausfälle: schnell reagieren, langfristig vorbeugen

5:02 Uhr. Die erste Krankmeldung kommt rein. Um 6 Uhr öffnet die Bäckerei-Filiale. Und plötzlich muss alles schnell gehen – Verkauf besetzen, Ruhezeiten prüfen und irgendwie den Überblick behalten. In solchen Momenten ist ein digitaler Dienstplan Gold wert. Ob Gastro, Hotellerie oder Backbranche: Gerade in der anstehenden Hochsaison ist es besonders wichtig, auf spontane Ausfälle vorbereitet zu sein oder sie im Voraus zu vermeiden.

Weitere Artikel zum Thema

Salomon FoodWorld
Ein Verkauf, der nach großer Veränderung klingt – und im Alltag doch keine sein soll: Simon Morris erklärt, was hinter dem Wechsel zur Group of Butchers steckt, warum Teams, Verträge und Versorgung stabil bleiben und[...]
Salomon FoodWorld
Klaus Nielsen, Pexels
Die aktuellen Menücharts von apetito zeigen, welche Gerichte in Kitas, Schulen, Betriebsrestaurants und Senioreneinrichtungen besonders gefragt sind. Während bekannte Klassiker beliebt bleiben, gewinnen vegetarische Angebote weiter an Bedeutung.[...]
Klaus Nielsen, Pexels
Bridor
Die Pinsa gewinnt in Gastronomie, Hotellerie und Bäckereien an Bedeutung. Ein neues Whitepaper von Bridor zeigt, warum das italienische Gebäck mehr ist als eine Pizza-Alternative und wie Betriebe es vielseitig einsetzen können.[...]
Bridor
MILRAM
Quark entwickelt sich zur Schlüsselzutat für moderne Gastronomiebetriebe. Mit drei neuen würzigen Spezialitäten bringt MILRAM nun Produkte in die Großküche, die im Einzelhandel bereits seit Jahren überzeugen. Die Gebindegrößen und Produkteigenschaften sind speziell auf die[...]
MILRAM
Schulstad Bakery Solutions / Lantmännen Unibake,
Knusprig, kompakt und mit fünf verschiedenen Füllungen: Schulstad Bakery Solutions bringt dänisches Blätterteiggebäck im Miniformat auf den Markt. Die neuen Mini Danish Delights verbinden traditionelle Backkunst mit zeitgemäßem Geschmack – und könnten Frühstücksbuffets und Kaffeepausen[...]
Schulstad Bakery Solutions / Lantmännen Unibake,
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.