Suche
Anzeige

Datenschutz in kleinen Betrieben umsetzen – effizient und nachhaltig

Der Klosterhof Gutenzell in der Nähe von Memmingen und dem Bodensee hat das Angebot der Experten genutzt und die elementaren Bausteine der DS-GVO erfolgreich umgesetzt. Im Gespräch mit dem Gastgewerbe-Magazin hat Familie Sax von ihren Erfahrungen im Umgang mit dem Schreckgespenst Datenschutz berichtet.

DS-GVO easy umgesetzt – mit dem Online Toll dsgvo-vorlagen.Hotel-Restaurant Klosterhof | MF3d. iStockphoto.comHotel-Restaurant Klosterhof | MF3d. iStockphoto.com

Wie war Ihr Gefühl am 25. Mai letzten Jahres, was die Datenschutzgrundverordnung und deren Umsetzung bei Ihnen im Betrieb anging?

Es war ein Gefühl von Angst und Beklemmung vorhanden, derweil der Termin bekannt war und nichts Neues darstellte, dennoch hatten wir uns bisher zu wenig mit dem Thema befasst, bzw. wir haben es von uns weggeschoben. Ein Geschäftspartner gab uns die Adresse einer Firma, die uns Datenschutztechnisch helfen sollte. Von dieser Firma fühlten wir uns während der Beratung jedoch dermaßen unter Druck gesetzt, dass wir auf die Schnelle dann nichts unternommen haben. Die Firma wollte uns den kompletten Datenschutz abnehmen und verlangte dafür 250 € im Monat.

Welche Maßnahmen hatten Sie zu diesem Zeitpunkt schon ergriffen?

Wir haben sämtliche Passwörter gewechselt, Bildschirmschoner kürzer gestellt, das Reservierungsbuch wird eingeschlossen, Ordner und sämtliche Unterlagen befinden sich in verschließbaren Schränken. Über eine Mitarbeiterschulung haben wir schon für das Thema sensibilisiert.

Partner aus dem HORECA Scout

Sie haben sich auf unser Angebot gemeldet und sich mit den Experten der proDSGVO zusammengesetzt. Wie war da die Vorgehensweise?

Zuerst sei erwähnt, dass der Artikel über die DSGVO im Gastgewerbe-Magazin sehr gelungen und sehr gut verfasst war. Schon beim Lesen wurde ein Teil der Angst genommen, da plausibel dargestellt wurde, wie der Datenschutz in kleinen Betrieben umsetzbar ist. Das Schreckgespenst Datenschutz verblasste ein wenig, obwohl klar wurde, das im Betrieb etwas unternommen werden muss. Habe mich dann direkt mit der proDSGVO in Verbindung gesetzt und wir haben schon beim ersten Gespräch gemerkt, dass es machbar ist und dass sich die Kosten in Grenzen halten.

Lesen Sie auch
Finanzen und ControllingRecht und ComplianceFührung, Management und Leadership
Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

Wie groß war der zeitliche Aufwand und welches Zusatzwissen mussten Sie sich aneignen, um die Software zu bedienen?

Insgesamt waren es zwei Tage, die intensiv dafür aufgewendet wurden – mit Schulung, Einzelmeeting und mit der Nacharbeit, die erforderlich war, um einen Datenschutz-Ordner zu erstellen. Die verwendete Software ist intuitiv zu bedienen und wirft keine Verständnisprobleme auf.

Themen in diesem Artikel
DatenschutzDatenschutzDatenschutzgrundverordnungDSGVOExpertenforum

Welche Maßnahmen konnten Sie dank Beratung und Software umsetzen?

Es wurde ein Datenschutzkonzept erstellt und eine Risikoanalyse gemacht, also eine Einschätzung, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung notwendig ist. Außerdem wurde ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten der jeweils Verantwortlichen erstellt, in welchem beschrieben steht, welche Art von Verarbeitungstätigkeit durch welches Tool gewährleistet wird und wer im Betrieb dafür verantwortlich ist. Ein Vorteil der Software ist ja auch, das wir jederzeit die Dokumentationen anpassen und überarbeiten können, damit stets alles auf dem aktuellen Stand ist. Es wurde ein Handout übergeben, in welchem klar und in verständlicher Weise die Bedeutung der DSGVO im Unternehmen für die Beschäftigten zusammengefasst ist.

Welche Vorteile sehen Sie für die Gastronomen in der Zusammenarbeit mit proDSGVO und der Online-Software?

Es gibt ein gutes und sicheres Gefühl, seiner Pflicht nachgekommen zu sein und die DSGVO aktiv in Angriff genommen zu haben. Nichts tun ist meistens zu wenig und kann auch mal schief gehen. Weniger steht die Angst vor der Behörde im Vordergrund, vielmehr Bedenken gegenüber unzufriedener Gäste, die dem Unternehmen schaden wollen. Außerdem bleibt man stets auf dem Laufenden. proDSGVO schickt regelmäßig die neuesten Erkenntnisse und Infos in Bezug auf Datenschutz. Diese Informationen geben wir an die entsprechenden Mitarbeiter weiter.

Lesen Sie auch
AußengastronomieGastro, Recht und Gewerbe
Terrassengebühren 2026: Wer zahlt wie viel fürs Draußensitzen?

familie-sax (Foto: Hotel-Restaurant Klosterhof)

Wenn morgen der Fragebogen der Aufsichtsbehörde bei Ihnen im Briefkasten landet – wie groß ist der Schreck?

Der Schrecken wird sich in Grenzen halten, da wir das für uns Mögliche nach bestem Wissen und Gewissen umgesetzt haben, die Schulung gemacht haben, die Unterlagen regelmäßig ergänzt werden und wir die Updates erhalten. Außerdem vernichten wir in regelmäßigen Abständen alte Unterlagen und dokumentieren das auch.

[cs_gb id=11835]

ACCONSIS
Finanzen und Controlling

Vom blinden Fleck zum Millionenschaden: Mitarbeiterbetrug in der Gastronomie

50 Mitarbeiter, jahrelang unbemerkt, ein sechsstelliger Schaden: Die Razzia in einem Restaurant in München hat eine unbequeme Frage zurück auf die Tagesordnung gebracht – wie gut kennen Gastronomen eigentlich die Abläufe in ihrem eigenen Haus? Steuerberater Christopher Arendt erklärt, wo die typischen Schwachstellen sitzen und warum wachsende Betriebe ihre Kontrollen jetzt mitwachsen lassen müssen.

Robert Bye, Unsplash
Außengastronomie

Terrassengebühren 2026: Wer zahlt wie viel fürs Draußensitzen?

Sommer, Sonne, Außengastronomie – und eine Rechnung, die je nach Standort um den Faktor 60 auseinandergehen kann. Pünktlich zum Start der Hauptsaison hat der Bund der Steuerzahler die Terrassengebühren für rund 200 deutsche Städte erhoben. Das Ergebnis macht deutlich, wie unterschiedlich Städte Außengastronomie bepreisen.

wattline GmbH
Allgemeine Haustechnik

Öffnungszeiten, Auslastung, Standort: Welche Faktoren den Energieverbrauch im Gastgewerbe bestimmen

Strom, Gas, Heizung – Energiekosten gehören zu den größten Ausgabenposten in Hotels und Restaurants. Doch die Höhe der Rechnung ist alles andere als Zufall: Öffnungszeiten, Gästeaufkommen und die Lage des Betriebs spielen eine ebenso große Rolle wie die technische Ausstattung. Wer weiß, an welchen Stellschrauben sich tatsächlich drehen lässt, kann Kosten senken – ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Doch welche Faktoren wiegen am schwersten, und wo verbergen sich die größten Einsparpotenziale?

Canva
Digitalisierung

KI-Inhalte kennzeichnen: Was Gastronomen und Hoteliers ab August wissen müssen

Ein KI-generiertes Zimmerfoto auf der Buchungsseite, der Speisekarten-Text aus ChatGPT, das Instagram-Motiv per Knopfdruck: Ab dem 2. August sind solche Inhalte kennzeichnungspflichtig. Was der EU AI Act konkret fordert, wo die Grenze zur klassischen Bildbearbeitung liegt – und warum Betriebe, die das ignorieren, Abmahnungen und empfindliche Bußgelder riskieren.

Lightspeed, L Seden
Branche und Trends

„Green Gap“ – Lightspeed-Umfrage zeigt Nachhaltigkeits-Paradox in der Gastronomie

Eine aktuelle Verbraucherumfrage von Lightspeed bringt eine unbequeme Wahrheit ans Licht: Deutschlands Restaurantgäste fordern nachhaltige Konzepte – regional, saisonal, müllvermeidend. Doch sobald es ans Bezahlen geht, kippt die Begeisterung. Mehr als die Hälfte akzeptiert maximal fünf Prozent Aufschlag. Für Gastronomiebetriebe wird die grüne Transformation damit zur ökonomischen Gratwanderung.

Gastfreund GmbH
Branche und Trends

Warum Hotels 2026 ohne digitale Gästekommunikation Marktanteile verlieren

Zwei Drittel aller Gäste fordern heute aktiv digitale Kommunikationslösungen, doch viele Hotels hinken weit hinterher. Was einst als Innovation galt, ist längst zur Grunderwartung geworden und wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern schlicht den Anschluss. Ein aktueller Branchenreport der Gastfreund GmbH zeigt, wo der größte Hebel liegt – und warum die eigentliche Herausforderung nicht Technologie, sondern Integration ist.

Weitere Artikel zum Thema

Anton Ryazanov, Unsplash
Seit Mitte April 2026 verarbeitet Microsoft Copilot Daten auch außerhalb Europas – standardmäßig und ohne explizite Zustimmung. Was nach einem technischen Detail klingt, wird für Betriebe mit Gästedaten zur Compliance-Frage. Drei Klicks können das Problem[...]
Anton Ryazanov, Unsplash
NOBIX Group GmbH
IT-Sicherheit spielt auch für kleine Unternehmen eine große Rolle: 80 Prozent aller gemeldeten Ransomware-Angriffe 2025 trafen KMU. Auch, weil sie oft eine leichte Beute sind. Wer rechtlich für sein Unternehmen verantwortlich ist, sollte daher handeln[...]
NOBIX Group GmbH
Mohamed_hassan, Pixabay
Die Hotellerie steht im Visier von Cyberkriminellen. Von gefälschten Buchungsbestätigungen bis zu manipulierten Zahlungsaufforderungen – die Angriffe nehmen zu und werden raffinierter. Die HSMA Deutschland e.V. hat gemeinsam mit der Kanzlei Spirit Legal einen Praxis-Leitfaden[...]
Mohamed_hassan, Pixabay
applord GmbH
Künstliche Intelligenz verändert den Gastronomiealltag rasant – doch zwischen Effizienzgewinn und Rechtssicherheit liegt ein schmaler Grat. Während automatisierte Prozesse Arbeitsabläufe beschleunigen, verschärfen EU-Verordnungen die Anforderungen an Transparenz und Kontrolle. Wer KI rechtskonform einsetzen will, muss[...]
applord GmbH
mip Consult GmbH
E-Mail-Marketing lebt von Reichweite – doch ohne rechtskonforme Einwilligungen wird jede Kampagne zum Risiko. Moderne Consent-Management-Plattformen sind längst mehr als digitale Pflichtübung: Sie verknüpfen Marketing, Kundenservice und Compliance zu einem durchgängigen System, das Vertrauen schafft[...]
mip Consult GmbH
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.