Suche

Corona-Update für das Gastgewerbe in KW 8/2021: Öffnungen alle 2 Wochen?

In der Corona-Krise gibt es täglich eine Vielzahl von Informationen, neue gesetzliche Vorgaben und Details zu wirtschaftlichen Hilfen. Wir filtern die wichtigsten Informationen für die Gastronomie und Hotellerie und erstellen eine kompakte Übersicht. U.a. in dieser Woche: Neuer Öffnungs-Plan für Bund und Länder, Hessen will Gastro im April öffnen, erste Sonderzulassungen für Corona-Schnelltests durch Laien, Hotelrestaurants müssen auch für Gäste geschlossen bleiben, Heraufsetzung der Obergrenze für November-/Dezemberhilfe.

Markus Winkler, UnsplashMarkus Winkler, Unsplash

Bund-Länder-Beratungen: alle zwei Wochen Öffnungsschritte

„Business Insider“ berichtet über ein mehrseitiges Eckpunktepapier aus den Bund-Länder-Beratungen: demnach soll es ab einer Inzidenz, die den Wert 35 sieben Tage lang nicht übersteigt, alle zwei Wochen Öffnungsschritte geben. Voraussetzung ist, dass die Inzidenz nach jedem Öffnungsschritt 14 Tage lang stabil bleibt oder rückläufig wird. Die „Speisewirtschaft“ soll im „Cluster 1“ dann mit einer Außengastronomie für maximal 5 Personen aus zwei Haushalten öffnen dürfen, Imbisse mit Vor-Ort-Service. Beherbergungsbetriebe dürfen keine touristischen Übernachtungen anbieten. Diese touristischen Übernachtungen sollen erst möglich werden, wenn der Inzidenzwert für 14 Tage stabil ist oder sinkt. Dann sollen auch Schankwirtschaften schrittweise für maximal 4 Personen aus zwei Haushalten öffnen dürfen. > zum Bericht und Infografik bei Business Insider

Hessen will Gastronomie ab 1. April öffnen

Kein verfühter Aprilscherz: Hessen plant ab dem 1. April die Öffnung der Außenbewirtschaftung von Restaurants, Gaststätten und Cafés. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nannte am Mittwoch diese konkrete Daten für erste Lockerungen im Einzelhandel Anfang März und der Gastronomie Anfang April. Gemeinsam mit seinem Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) will er am Donnerstag den s „Perspektivplan für eine verantwortungsvolle Öffnung“ öffentlich darlegen. > zum Bericht des HR

Partner aus dem HORECA Scout

Öffnungsplan des RKI ohne starre Inzidenzwerte: Intensitäts-Stufenkonzept

Am Dienstag hat nun auch das Robert-Koch-Institut (RKI) einen eigenen Öffnungsplan veröffentlicht. Dieser orientiert sich nicht mehr an starren Inzidenzwerten. Stattdessen hängen Lockerungen von Intensitätsstufen des Infektionsgeschehens (Intensitäts-Stufenkonzept) ab, wobei die Inzidenz nur einen Teil ausmacht. Auch werden mehrere Faktoren zusammen betrachtet. > Download „Strategie und Handreichung zur Entwicklung von Stufenkonzepten bis Frühjahr 2021“

Lesen Sie auch
Welche Rechte und Pflichten haben Unternehmen, die Corona-Hilfen zurückzahlen müssen?

Stufenplan-RKI-2021

Corona-Schnelltests: Erste Sonderzulassungen für Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat am 24.02.21 die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Das teilte das Institut auf seiner Website mit. Bei allen drei Tests würden die Proben durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich entnommen. > zur Meldung > Infos zum Umgang mit Corona-Schnelltests

Themen in diesem Artikel
BetriebsschließungsversicherungCorona

November-/Dezemberhilfe: Anträge auf bis 2 Millionen Euro ab sofort möglich

Seit dem 19. Februar 2021 ist es möglich, Anträge auf November-/Dezemberhilfe bis zu einer Höhe von insgesamt 2 Mio. Euro (1,8 Mio. Euro Kleinbeihilfe, 200.000 Euro De-Minimis) zu stellen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat seine FAQs zu diesem Thema zuletzt am 23.02.2021 aktualisiert. Für die Überbrückungshilfe 2 wurden rund 151.000 Anträge gestellt und für die Novemberhilfe etwa 340.000. Für die Dezemberhilfe gingen bisher rund 308.000 Anträge ein. Insgesamt wurden 85,1 Mrd. € ausgezahlt/bewilligt.

Wie bekannt, hatte der DEHOGA Bundesverband sich seit Monaten massiv für die Heraufsetzung der Obergrenze für die Kleinbeihilfen von vormals 800.000 Euro eingesetzt.

Lesen Sie auch
Management
Wachstumsschub in Hotel- und Tourismusbranche hält an

Diese wurde am 28. Januar von der EU-Kommission genehmigt. Zwischenzeitlich hat das BMWi das Antragssystem angepasst und den DEHOGA dazu wie folgt aktuell informiert:

Wie Sie wissen hat die EU-Kommission Ende Januar entschieden, die beihilferechtlichen Obergrenzen für Kleinbeihilfen (von bislang 800.000 auf 1,8 Mio. Euro) und Fixkostenhilfen (von bislang 3 Mio. auf 10 Mio. Euro) substantiell zu erhöhen, wofür sich die Bundesregierung intensiv eingesetzt hat. Die Kommission hat die Umsetzung dieser Grenzen auf nationaler Ebene nunmehr genehmigt.

Im Hinblick auf die bereits laufende November-/ Dezemberhilfe, die auf der Bundesregelung Kleinbeihilfe beruht, bedeutet das nach Angaben des DEHOGA Bundesverbandes Folgendes:

  • Das Antragssystem wird entsprechend angepasst. Ab 19.02.2021 ist es nun möglich, Anträge auf November-/ Dezemberhilfe bis zu einer Höhe von insgesamt 2 Mio. Euro (1,8 Mio. Euro Kleinbeihilfe, 200.000 Euro De-Minimis) zu stellen.
  • Damit können die Unternehmen, die bisher noch keinen Antrag auf November-/ Dezemberhilfe gestellt haben oder z.B. nur einen Novemberhilfeantrag, aber noch keinen Dezemberhilfeantrag, unmittelbar von der Anhebung der Beihilfeobergrenzen profitieren.
  • Für Unternehmen, die bereits Anträge auf November- und Dezemberhilfe gestellt haben, deren Anträge aber aufgrund der Ausschöpfung der bisherigen Beihilfeobergrenzen von insgesamt 1 Mio. Euro gekappt wurden, wird die Möglichkeit eines Änderungsantrags derzeit noch programmiert. Die Freischaltung wird spätestens Ende Februar erfolgen.

Des Weiteren laufen die Arbeiten zur erweiterten November-/ Dezemberhilfe auf Hochtouren. Neben dem Kleinbeihilferahmen (und De-Minimis) sollen die Unternehmen wahlweise auch die Möglichkeit erhalten, sich auf die neue Bundesregelung Novemberhilfe/ Dezemberhilfe zum Schadensausgleich oder auf die (auf 10 Mio. Euro angehobene) Fixkostenhilfe zu stützen.  

Kampagne für ein verantwortbares Öffnungsszenario: „Gedeckter Tisch & Gemachtes Bett“

Im Vorfeld der nächsten Bund-Länder-Gespräche über vielfältige Maßnahmen erhöht der DEHOGA Bayern nochmals den Druck auf die politischen Entscheidungsträger, dass die Branche bei etwaigen Öffnungsszenarien mit berücksichtigt wird. Hierbei gehe es nicht um eine Öffnung „über Nacht“, sondern um eine echte Perspektive. Um die mediale Präsenz unmittelbar vor dem Treffen nochmals zu erhöhen, ruft der DEHOGA zur Mithilfe auf. Hierfür hat der DEHOGA die Kampagne „Öffnungsperspektive mit Sicherheit und Lebensfreude“ erarbeitet. > mehr Infos zur Teilnahme an der Kampagne 

Gericht: Hotelrestaurants und Frühstückräume auch für Übernachtungsgäste gesperrt

Sächsische Hotelbetreiber dürfen gegenwärtig auch ihren Übernachtungsgästen keine Speisen und Getränke in hoteleigenen Restaurants servieren. Das Verwaltungsgericht Dresden lehnte den Eilantrag einer Dresdner Hotelbetriebsgesellschaft gegen die Bestimmung der geltenden Allgemeinverfügung ab, nach der eine Speisen- und Getränkeversorgung auch in Beherbergungsbetrieben ausschließlich zur Abholung oder Lieferung angeboten werden darf (Beschluss vom 18. Februar 2021, Az. 6 L 84/21).

Urteil: Hohe Entschädigung für Barbetreiber in Düsseldorf aus Betriebsschließungsversicherung

Mit Urteil vom 19.02.2021 hat das Landgericht Düsseldorf (Az. 40 O 53/20) eine Versicherung zur Zahlung von Versicherungsleistungen in Höhe von über 750.000 € verurteilt. Die Bars in der Düsseldorfer Altstadt mussten jedenfalls 30 Tage im ersten CoronaLockdown 2020 geschlossen werden. Zuvor hatte die Versicherung sich geweigert, Covid-19 habe es bei Vertragsschluss noch nicht gegeben. Das Gericht urteilte nun, dass die Klausel in den Versicherungsbedingungen, die den Versicherungsfall auf die im alten Infektionsschutzgesetz ausdrücklich aufgeführten Erreger beschränke, unangemessen benachteiligend und deshalb nach § 307 BGB unwirksam sei.

Weitere hilfreiche Artikel zur aktuellen Situation

Canva
Finanzen und Controlling

GEMA passt TV-Tarif an: Rückerstattungen für Gastgewerbe möglich

Die GEMA hat den Tarif für die öffentliche Wiedergabe von Fernsehsendungen (FS-Tarif) zum 1. Januar 2025 angepasst. Grundlage ist ein Urteil des Oberlandesgerichts München. Die Änderung betrifft unmittelbar die Einstufung von Fernsehgeräten nach Bildschirmgröße und die Art der Berechnung der Vergütung. Für viele Betriebe kann dies zu geringeren laufenden Kosten und zu Rückerstattungen führen.

Online Birds
Künstliche Intelligenz, KI und Automation

Social GEO: Schon wieder nur ein neues Buzzword oder doch entscheidend für eine gute KI-Sichtbarkeit von Hotels?

Die Sichtbarkeit von Hotels verlagert sich zunehmend in KI-gestützte Such- und Empfehlungssysteme. Social GEO – die strategische Optimierung von Social-Media-Inhalten für KI-basierte Entscheidungsprozesse – wird dabei zum entscheidenden Faktor. Philipp Ingenillem, Branchenexperte und Gesellschafter von Online Birds, über die Bedeutung von Social GEO und eine kostenfreie Online-Session im Februar.

DEHOGA Bundesverband
Branche und Trends

DEHOGA launcht digitale Wissensplattform für Mitgliedsbetriebe

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) stellt seinen Mitgliedern ab sofort eine KI-gestützte Mobile App zur Verfügung. Die Anwendung konsolidiert erstmals das gesamte Verbandswissen in einem digitalen Werkzeug – von rechtlichen Grundlagen über betriebliche Checklisten bis zu regionalen Brancheninformationen. Statt mühsamer Recherche erhalten Gastronomen und Hoteliers durch Künstliche Intelligenz sofort aufbereitete Antworten aus verifizierten Quellen.

WWS Wirtz, Walter, Schmitz GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Finanzen und Controlling

Unternehmensverkauf im Gastgewerbe: Übergang in den Ruhestand als strategische und finanzielle Herausforderung

Der Verkauf eines Hotels oder gastronomischen Betriebs aus Altersgründen ist eine komplexe, strategisch anspruchsvolle Transaktion, die fundierte Vorbereitung, wirtschaftliches Augenmaß und Verhandlungsgeschick erfordert. Eine realistische Bewertung, eine frühzeitig durchgeführte Verkäufer-Due-Diligence sowie ein klar strukturiertes Verhandlungskonzept sind zentrale Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu einem fairen und tragfähigen Kaufpreis.

Thomas Wagner, Messe Stuttgart
Branche und Trends

INTERGASTRA 2026: Wie das Young Talents Camp der Branche neuen Schwung gibt

Der Fachkräftemangel trifft das Gastgewerbe härter als viele andere Branchen. Die INTERGASTRA 2026 setzt mit dem Young Talents Camp ein deutliches Zeichen: In Halle 7 entsteht ein Erlebnisraum, der jungen Menschen zeigt, welche Perspektiven Hotellerie und Gastronomie bieten – fernab von Hochglanzbroschüren, dafür mit echten Einblicken von Praktikern.

BRITA
Events und Messen

BRITA auf der INTERGASTRA 2026: Wie intelligente Wasserfiltration Betriebsabläufe vereinfacht

Der Wasserfilterspezialist BRITA nutzt die INTERGASTRA 2026 in Stuttgart für die Präsentation mehrerer Neuheiten aus dem Profi-Segment. Im Mittelpunkt stehen digitale Überwachungssysteme, die den Filterwechsel automatisieren, sowie spezialisierte Lösungen für Spülmaschinen und Dampfgargeräte. Messebesucher können sich von Live-Demonstrationen überzeugen und frisch zubereitete Kostproben genießen.

Weitere Artikel zum Thema

Schultze & Braun; MTG Wirtschaftskanzlei
Ende September 2024 mussten Unternehmen, die Überbrückungshilfen erhalten haben, eine Schlussabrechnung einreichen. Nun gehen bei immer mehr Betrieben die entsprechenden Bescheide ein – oftmals mit einer Rückzahlungsaufforderung für die einstigen Hilfszahlungen. Stefan Schwindl von der[...]
Schultze & Braun; MTG Wirtschaftskanzlei
Norbert Braun, Unsplash
Nach den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, des Ukraine-Krieges und konjunktureller Entwicklungen kam die Erholung für den Tourismusmarkt schneller als erwartet: Im zweiten Quartal 2023 kehrte der globale Tourismus fast auf Vor-Covid-19-Niveau zurück. Gleichzeitig ist der Immobilientransaktionsmarkt[...]
Norbert Braun, Unsplash
ECOVIS
Betriebe müssen ihre Schlussabrechnungen der Corona-Beihilfen bis zum 30. Juni 2023 einreichen. In bestimmten Fällen ist eine Fristverlängerung bis zum 31. Dezember 2023 möglich. Hierfür ist ein Antrag erforderlich, der ebenfalls bis zum 30. Juni[...]
ECOVIS
Freepik
In unserem Hospitality Update informieren wir kompakt ausgewählte Meldungen in der Branche: +++ München hält an Plänen für Bettensteuer fest +++ Bildungspartnerschaft zwischen 25hours Hotels und DHA +++ IT-Sicherheits- und Datenschutz in der Ausbildung +++[...]
Freepik
Freepik
In unserem Hospitality Update informieren wir kompakt ausgewählte Meldungen in der Branche: Nachtschichtzuschläge: BAG stellt keine Unrechtmäßigkeit fest +++ Debatte durch FDP-Vorstoß: Kippt der reduzierte Mehrwertsteuersatz? +++ Ausbildungsvergütungen im Gastgewerbe über Durchschnitt +++ Online-Tastings mit[...]
Freepik
Unser Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit regelmäßigen Informationen zum Thema Gastgewerbe. Ihre Einwilligung in den Empfang können Sie jederzeit widerrufen.