Problemstellungen und Lösungsansätze

Lösungen für den gelungenen Restart und eine langfristige Erfolgsstrategie

Der Restart ist in den meisten Gastronomiebetrieben mit kleinen Startschwierigkeiten positiv verlaufen, Stammgäste freuen sich auf einen Besuch im Lieblingslokal und viele nutzen die Gelegenheit, den heimischen Herd kalt zu lassen. Hier werden Lösungsansätze aufgezeigt, die Gastgeber unterstützen und den Restart zu einem vollen Erfolg machen sollen.

© Juanmonino | iStockphoto

Datenerfassung als Umsatzkiller?

Die Angst der Menschen vor dem Missbrauch persönlicher Daten kommt in Zeiten der vorgeschriebenen Erfassung von Kundendaten, bzw. Gästedaten in Gastronomie- und Hotelbetrieben zum Vorschein und erschwert den Gastgebern durch zusätzlich zu leistende Überzeugungsarbeit den neu zu gestaltenden Alltag. Nicht selten gibt es Diskussionen über die Gästedaten-Nachverfolgung oder am Ende des Abends auffällig viele Müllers in der Gästeerfassung. Wer die Sorge der Gäste ernst nimmt, sollte ein überzeugendes Tool zur Hand haben und die Zettel und Stifte wieder in der Schublade verstauen.

Lösung:

Die digitale Erfassung der Gästedaten wirkt nicht nur professioneller, sondern verhindert direkt den neugierigen Blick der Gäste auf die Daten vorheriger Besucher. Innovative Ansätze wie der Hygiene-Ranger bieten Besuchern und Gastgebern neben der DSGVO-Konformität zahlreiche weitere Vorteile. Um die Corona-Pandemie wirksam und nachhaltig zu bekämpfen, sind Nachverfolgungen bei auftretenden Neu-Infektionen zwingend erforderlich. Ziel des Hygiene-Rangers ist es, die gemeinsame Geselligkeit wieder erlebbar zu machen – gemeinsam mit dem Gast und der unkomplizierten digitalen Erfassung der Daten. Um mit nur einem Klick in einem Betrieb einzuchecken, werden Gästedaten einmalig bei der Registrierung erhoben und nur zur Dokumentation beim entsprechenden Gastgeber angezeigt. Eine Speicherung der Gästedaten und der entsprechenden Dokumentation zur Nachverfolgung erfolgt ausschließlich auf deutschen Servern für den benötigten Zeitraum. Die Gäste-Historie wird nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Frist automatisch gelöscht. Die Kosten für Unternehmen liegen nach einem kostenlosen Probemonat bei nur 15 Euro monatlich, für Gäste ist die Nutzung sogar kostenlos. Mehr Informationen zur digitalen Gästedaten-Erfassung mit dem Hygiene-Ranger.

Maske Pflicht, Wellnessbereich dicht.

Es ist noch nicht sicher, was passiert, wenn die Hotels bald wieder vollumfänglich Gäste empfangen dürfen. Werden die Touristen die neu gewonnene Freiheit nutzen und Urlaube – wie empfohlen wird – im Heimatland buchen? Oder ist die Skepsis auch hier zu groß und es wird leere Hotels und volles Balkonien geben? Zumal zumindest zum derzeitigen Zeitpunkt Wellnessbereiche geschlossen bleiben müssen und so die Zugkraft der Hotellerie neben den sonstigen Einschränkungen durch Hygienemaßnahmen verringert wird.

Lösung:

An der Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes wird es voraussichtlich in den nächsten Wochen nichts zu rütteln geben, also das Beste daraus machen: Mit individuellen Masken in Unternehmensfarben oder mit dem Logo des Betriebes wirken die Mitarbeiter freundlicher als mit herkömmlichen Einwegmasken. Hier finden Sie eine Übersicht über die Hersteller von Mehrwegmasken mit den entsprechenden Möglichkeiten der Individualisierung.

Wer Gäste von einem Aufenthalt in seinem Hotel überzeugen will, obwohl einzelne Bereiche wie Sauna oder Dampfbad nicht genutzt werden können, sollte über attraktive Alternativen nachdenken. Der Betrieb liegt in einem beliebten Wandergebiet? Warum Gäste nicht mit individuell zusammengestellten Wanderrouten entsprechend der persönlichen Bedürfnisse überraschen, inklusive liebevoll zusammengestellten Lunchpaket mit Köstlichkeiten der Region? Auch das zur Verfügung stellen von E-Bikes zur Erkundung der Umgebung könnte Gäste überzeugen, ebenso wie Restaurantgutscheine für Lokale in der Umgebung. So können Hoteliers auch noch die Kollegen der Gastronomie unterstützen. Ein Brainstorming mit den Mitarbeitern kann hier sicher noch mehr kreative Ansätze hervorbringen, die an die Kapazitäten und Möglichkeiten des eigenen Betriebes angepasst werden können.

Angst vor Killerkeimen als Gästeschreck?

Was mit Bestimmtheit über die Folgen der Pandemie gesagt werden kann, ist das veränderte Hygienebewusstsein der Gäste. Schaute man vor einem halben Jahr über das renovierungsbedürftige Gästebad im Lieblingshotel- oder lokal hinweg, wird es nun ein Besuch ohne Wiederkehr. Ganz gleich ob in der Gastronomie oder dem Hotelzimmer: Das Augenmerk liegt nicht mehr nur auf Speisekarte und Matratzenhärte, die Argusaugen der Gäste werden nun genauer hinsehen und empfindlicher auf jedwede Verfehlung reagieren.

Lösung:

„Hygienekonzept“ ist einer der meistgenannten Begriffe dieser Tage im Zusammenhang mit dem Restart. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Checklisten und Mustern für die Betriebe, so dass eine Umsetzung problemlos möglich ist. Wichtig ist es, das Vertrauen der Gäste vom ersten Moment an zu gewinnen und im Verlauf des Besuches zu behalten. Wer im Eingangsbereich direkt die Möglichkeit der Hände-Desinfektion bietet, sichert sich einen guten Start. Auch nach dem Ende der Pandemie ist die Desinfektion der Hände beim Betreten eine Hotels oder Restaurant eine Maßnahme, die beibehalten werden sollte. Wer die Möglichkeit hat, sollte also in ansprechende und höherwertige Desinfektionsständer investieren.
Die Coronakrise hatte einen weiteren positiven Effekt: Die Digitalisierung in Deutschland ist mit ungeahnten Schwung in neue Dimensionen gestartet. Ob Homeoffice, Videokonferenzen oder digitale Speisekarten – vieles wurde schneller möglich, als manche es sich erhofft haben. Gastronomen und Hoteliers sollten die digitalen Systeme nutzen, die sich ihnen bieten und können so viele Berührungspunkte vermeiden. Auch wenn dem ein oder anderen der persönliche Kontakt wichtig ist: Die Digitalisierung sollte nicht abgelehnt werden, Gäste werden es derzeit vermehrt zu schätzen wissen und nicht an der Gastfreundschaft zweifeln. Möglichkeiten sind neben dem oben vorgestellten Hygiene-Ranger zu Gästedaten-Nachverfolgung auf jeden Fall die digitale Speisekarte, um das permanente Desinfizieren der Mappen oder gedruckten Karten einzusparen. Auch der digitale Check-in im Hotel ist nicht mehr länger nur der Wunsch der Nerds, sondern wird auch von anderen Gästen dankbar angenommen.

Neben den zahlreichen Produkten zur Abtrennung zwischen Tischen oder von Personal und Gästen gibt es auch findige Unternehmer, die mit innovativen Produkten Lösungen für neu entstandene Probleme finden. Das Start-up outsmarter zum Beispiel hatte eine Idee, die das Anfassen der Türklinken vermeidbar macht. Und da Türklinken nach wie vor als Keimträger ganz vorne dabei sind, sicher auch eine lohnende Investition.

Kurzarbeit und Entlassungen – die Personalfrage

Vielen Betrieben blieb während der Coronakrise keine andere Möglichkeit, als ihr Personal auf Kurzarbeit zu setzen oder zu entlassen. Wer jetzt wieder öffnet, sollte einmal rückblickend eine Analyse seiner Personalsituation durchführen und vorhandene Problemstellungen aufzeigen.  

Lösung:

Vielleicht ist die Krise für einige Unternehmen auch der Zeitpunkt für einen Restart mit neuer Besetzung. Welcher Mitarbeiter bringt mein Unternehmen weiter, ist auch in hektischen Zeiten eine Ruhepol und ein Vorbild für andere? Und wer hat Potenzial, das gefördert werden kann? Hier finden Gastronomen und Hoteliers eine Aufstellung zahlreicher derzeit angebotenen kostenlosen Weiterbildungen, die für Mitarbeiter und Geschäftsführer nicht nur während des Lockdowns eine sinnvolle Ergänzung zum Betriebsalltag sind.
„Zeitfresser“ hingegen, die andere Mitarbeiter im Betrieb ausbremsen, sollten entweder anderweitig im Unternehmen eingesetzt oder nicht wieder aufgenommen werden.

Einheit statt Einzelkampf

Auch wenn die Pandemie die gesamte Tourismusbranche hart getroffen hat, so wurde auch ein vollkommen neues Gemeinschaftgefühl offenbar. Zahlreiche Aktionen wurden ins Leben gerufen, um auf die Not der gastronomischen Betriebe und Hotels aufmerksam zu machen.

In Berlin startete die Aktion „Kochen für Helden“ unter der Federführung von Max Strohe, Inhaber des Berliner Tulus Lotrek. Er wollte dafür sorgen, dass alle diejenigen, die für die Kranken da sein mussten, eine warme Mahlzeit bekamen. Tim Mälzer folgte dem Vorbild Strohes gemeinsam mit Hamburger Gastronomen. 

Unter dem Hashtag #restartGastro formten Deutschlands Spitzenköche wie Frank Rosin, Tim Raue und Tim Mälzer eine Allianz und richteten sich in einem offenen Brief an Kanzlerin Angela Merkel und die deutsche Bundesregierung. Sie kritisierten, dass im Rahmen der bisherigen Überlegungen zum Neustart des Wirtschaftslebens die Gastronomie keine Berücksichtigung gefunden hatte. 

Auch die in Dresden gestartete Aktion #leerestühle des Leaders Club verbreitete sich rasend schnell in ganz Deutschland und so standen regelmäßig Freitags vor Rathäusern und Betrieben die leeren Stühle der Gastronomen, um auf die fehlende Aufmerksamkeit der Politik für die Gastronomie hinzuweisen.

Lösung:

Den Gedanken der Gemeinsamkeit sollte auch über die Krise hinaus beibehalten werden. Allein kann ein Gastronom bei weitem nicht so viel erreichen, wie als Zusammenschluss. Hier sollte der Konkurrenzgedanke hintenan gestellt und durch ein Zusammengehörigkeitsgefühl ersetzt werden.

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