Bezahlverhalten in der Gastronomie

Neue Studie belegt: Kartenzahlung sorgt für höhere Umsätze und mehr Trinkgeld 

Immer mehr Kunden wünschen sich laut einer Studie von eat.pay.love moderne Payment-Lösungen als selbstverständliche Serviceleistung und Alternative zur klassischen Bargeldzahlung. Welche neuen Trends und Präferenzen – etwa im Hinblick auf Kleinstbeträge, Trinkgeld und Mindestumsatz – zeichnen sich ebenfalls laut Studie ab?

© flyerwerk | Pixabay

91 Prozent wünschen sich Kartenzahlung

Für Kunden ist es praktisch, mit Smartphone, Karte oder anderen modernen Payment-Methoden zu zahlen – auch bei Kleinstbeträgen. Laut der eat.pay.love-Studie erwarten 91,1 Prozent der befragten Gäste, dass die Akzeptanz von Kartenzahlung in der Gastronomie als Serviceleistung dazugehören sollte. Mehr als jeder Dritte (35,6 Prozent) gibt sogar an, sich schon einmal gegen einen Gastronomie-Betrieb entschieden zu haben, weil dort keine Kartenzahlung angeboten wurde. Ein vielfältiges Portfolio an Zahlungsarten ist daher heutzutage Pflicht für Gastronomen, wenn sie keine Umsätze verlieren wollen.

Kontaktloses Bezahlen stark im Trend

Aktuelle Zahlen von Orderbird belegen, dass der Wandel zum schnellen, kontaktlosen Bezahlen deutschlandweit zügig voranschreitet: Allein von Januar bis August 2019 hat sich die Anzahl der kontaktlosen Transaktionen mehr als verdoppelt. Waren im Januar 2019 gerade mal 24,7 Prozent aller Transaktionen kontaktlos, bezahlte im August 2019 fast schon jeder Dritte (31,9 Prozent) per NFC. In Europa wird mittlerweile schon jede zweite Transaktion mit einer Mastercard kontaktlos abgewickelt. Die Gäste schätzen beim kontaktlosen Bezahlen vor allem, dass es wesentlich schneller (35,5 Prozent) und einfacher (31,7 Prozent) als mit den üblichen Kartenverfahren funktioniert. Fast jeder Zweite (45,9 Prozent) hat in den letzten zwölf Monaten schon mindestens einmal in einem Restaurant, Café oder Bar kontaktlos mit Karte oder Smartphone bezahlt. Immerhin 28,1 Prozent planen es auszuprobieren.

Wir helfen Ihnen, die perfekte Kasse für Ihren Betrieb zu finden.
Sichern Sie sich jetzt Ihr kostenloses Angebot!

Kassen-Finder starten

Vor allem digital Natives erwarten bargeldlose Bezahlmöglichkeiten

Der zunehmende Wunsch digitalaffiner Gästegruppen auf genau die Art und Weise zu bezahlen, die ihnen persönlich am bequemsten erscheint, dürfte der Gastro-Branche Grund zum Umdenken geben. Allen voran die Digital Natives wünschen sich immer häufiger bargeldlose Bezahlmöglichkeiten. So erachten es 88,6 Prozent der 18- bis 29-Jährigen als wichtig, dass sie in Restaurants, Cafés und Bars mit Karte bezahlen können. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 82,3 Prozent, bei den 40-49-Jährigen 72 Prozent und bei den 50-59-Jährigen immerhin noch 63,1 Prozent, die sich Kartenzahlung wünschen.

Hohe Rechnungen werden gerne bargeldlos bezahlt

Immerhin fast jeder fünfte Gast gibt an, in Restaurants, Cafés und Bars immer mit Karte zu zahlen. Im Jahr 2017 waren es erst 13,2 Prozent. Gäste greifen vor allem gerne zur Karte, wenn sie kein Bargeld dabei haben (48,4 Prozent). Auch große Rechnungen werden bevorzugt bargeldlos beglichen (45,8 Prozent). 27 Prozent zahlen vor allem im Urlaub mit Karte. Nur noch 8,6 Prozent der befragten Gäste geben an, nie mit Karte zu bezahlen.

Bargeldlose Bezahlung auch bei Kleinstbeträgen gewünscht

Auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich immer noch hinterherhinkt, zeigt die aktuelle Auswertung von Orderbird, dass auch hierzulande zunehmend kleine Beträge mit Karte oder Smartphone bezahlt werden. Lag der durchschnittliche Rechnungsbetrag im Januar 2018 noch bei 21,92 Euro, die per NFC bezahlt wurden, sank er im Januar 2019 auf 21,17 Euro. Im August 2019 lag der Durchschnittswert nur noch bei 20,04 Euro.

Wenig Verständnis für Mindestumsatz bei Kartenzahlung

Dass immer noch fast jeder dritte Gastronom (32,4 Prozent) die Kartenzahlung erst ab einem gewissen Mindestbetrag akzeptiert, ist ein Phänomen, das jeder kennt und das viele auch schon einmal daran gehindert hat, zwischendurch etwas zu verzehren. Jeder dritte Gast (32,6 Prozent) wünscht sich auch bei kleinen Beträgen Kartenzahlung. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen ist sogar schon jeder Zweite (48,5 Prozent) der Meinung, dass ein Mindestbetrag bei Kartenzahlung nicht mehr zeitgemäß ist.

Kartenzahlung bringt Umsatzsteigerung

Jeder zweite Gastronom (52,5 Prozent) gibt an, dass die kontaktlose Bezahlung den Bezahlvorgang verkürzt und so das positive Kundenerlebnis intensiviert wird. 83,2 Prozent der Gastwirte bestätigen, dass Spontanbesuche von Kunden möglich werden, die nicht viel Bargeld dabei haben. Jeder Zweite (48,6 Prozent) ist sogar der Meinung, dass Gäste, die mit Karte bezahlen, mehr Geld ausgeben.

Jeder zehnte Gast gibt bei Kartenzahlung mehr Trinkgeld

In der Gastronomie fürchten Mitarbeiter bei Kartenzahlung häufig den Verzicht auf Trinkgeld. Vollkommen zu Unrecht, wie die Zahlen der Studie bestätigen: Die deutliche Mehrheit der Gäste (86,4 Prozent) gibt auch bei Kartenzahlung Trinkgeld und würdigt so das Gastronomieerlebnis. 10,7 Prozent der Gäste geben sogar an, bei Kartenzahlung mehr Trinkgeld zu geben als bei Barzahlung.

Die vollständige Studie kann hier heruntergeladen werden. 

Methodik:
Im Auftrag von Mastercard und Orderbird hat Innofact deutschlandweit eine repräsentative Stichprobe von 1.036 Personen im August 2019 zum Thema Kartenzahlung in der Gastronomie befragt. Zusätzlich wurden 337 Gastronomen vom 3. bis 9. September 2019 von der orderbird AG zu dem Thema befragt.

Auftraggeber der Studie:
 
Über Mastercard
Mastercard (NYSE: MA) ist ein internationales Technologieunternehmen im Zahlungsverkehr. 
 
Über Orderbird
Orderbird bietet intuitive Softwarelösungen und Zusatzservices für Individualgastronomen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich.

Wir helfen Ihnen, die perfekte Kasse für Ihren Betrieb zu finden.
Sichern Sie sich jetzt Ihr kostenloses Angebot!

Kassen-Finder starten

Ein Kommentar zu “Neue Studie belegt: Kartenzahlung sorgt für höhere Umsätze und mehr Trinkgeld ”

  1. 1.Wie will die Studie belegen bzw. nachweisen, dass bei bargeldlose Bezahlung mehr Trinkgeld gegeben wird als beim durchaus noch weitverbreiteten Zahlvorgang mit Geld?
    2. Wie kommen die Mitarbeiter in den Genuss des Trinkgeldes wenn dieses in der Transaktion aufgeht und somit die Steuerlast erhöht und in bestimmten Fällen auch noch die Umsatzpacht zur Freude des Finanzamtes und des Vermieters?
    3. in klassischen gastronomischen Betrieben mit Service konnte ich des Öfteren schon beobachten, dass -selbst wenn Bondrucker & Zahlgerät- am Gürtel der Servicekräfte hängen- der Bezahlvorgang keineswegs schneller vonstatten geht als mit Bargeld.
    Seit 30 Jahren betreibe ich einen mittelständischen Betrieb der öffentlichen Hand mit etwas mehr als 500.000 € Jahresumsatz. Bei den vielen Kleinbeträgen im Tagesgeschäft, ein schneller Cappuccino hier, ein Kaltgetränk und ein kleiner Snack dort, ist die Nachfrage nach bargeldlose Zahlung nicht erwähnenswert. Außerdem ergäben sich endlos viele Zahl-/Buchungsvorgänge. Bei größeren Bankettgeschäften leisten grundsätzlich alle Auftraggeber bei Vertragsabschluss eine entsprechende A-Kontozahlung. Nach detaillierter Rechnungsstellung begleichen private Gäste die Restsumme oftmals per Homebanking oder in BAR. Geschäftliche Auftraggeber zahlen per Überweisung. Keine der vorgenannten Gästegruppen hat jemals nach bargeldlose Zahlung gefragt.
    Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Artikel zum Thema

Kassensysteme

Ratgeber Kassensysteme: Das ideale Kassensystem für jeden Betrieb

Das Gastgewerbe wird immer digitaler – und das ist gut so. Kassensysteme nehmen hierbei eine ganz besondere Position ein, spiegeln sie doch nicht nur das Kassieren, sondern mit stetig neuen Funktionen eine ganze Bandbreite digitaler Möglichkeiten wider. Und das Beste: Es ist kein Ende in Sicht, regelmäßig werden die Nutzer digitaler Kassensysteme von neuen Funktionen und der Kompatibilität mit anderen Systemen, zum Beispiel in Küche oder Housekeeping, überrascht.