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Tipps zur Kostenkalkulation in der Corona–Krise

Kein anderes Thema beherrscht das alltägliche Leben derzeit mehr als der Coronavirus – vorallem die Hotellerie und Gastronomie ist stark betroffen. Was Gastronomen und Hoteliers jetzt tun können, um in Punkto Wirtschaftlichkeit clever zu agieren, finden sie in der Checkliste mit den Tipps zur Kostenkalkulation.

Ralf Geithe | iStockphoto

Als Einkaufsprofis mit vier Jahrzehnten Hospitalitykompetenz gibt die progros Einkaufsgesellschaft ein paar Praktiker-Tipps, wie die Branche auf der Kostenseite den einen oder anderen Optimierungseffekt erzielen kann. 

Das Unternehmen wirbt dafür, die Treue zu den Lieferpartnern zu halten und mit den wichtigsten Lieferpartnern sogar eine gemeinsame Strategie für die kommenden Wochen zu erarbeiten. Wenn sich alles wieder „normalisiert“ habe, könne gut die eine oder andere Maßnahme, die vielleicht jetzt etwas „hart“ wirkt, wieder zurückfahren.

Jetzt sachlich einkaufen

Die Emotion beim Einkauf muss jetzt hinten anstehen – Produkte, die Sie einkaufen, müssen einen überdeutlichen Fokus auf Umsatzwirksamkeit haben.

Partner aus dem HORECA Scout

Telefoneinkauf mit Bedacht

Gerade in der Küche ist der Einkauf am Telefon gang und gäbe. Das macht auch durchaus Sinn, wenn es um Sonderaktionen, -posten oder Raritäten geht. Bitte denken Sie jedoch daran, dass Sie im Falle eines Kaufes bewusster auf die Umsatzwirksamkeit der Produkte achten. Meist ist man in „action“ und hat gerade was anderes „um die Ohren“, so dass ein vorschneller Einkauf leicht mal passieren kann. In „guten Zeiten“ mag das nicht ins Gewicht fallen – jetzt aber schon!

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Straffen Sie Ihre Warenkörbe bei Ihren Lieferpartnern

Streichen Sie sofort vergleichbare Artikel, die sich untereinander sehr ähneln! Konzentrieren Sie sich stattdessen nur auf ein Produkt.

Themen in diesem Artikel
ManagementAusgabenCoronaKostenkalkulation

Überprüfen Sie Ihr Lieferantenportfolio

Wieviele und welche Lieferpartner haben Sie? Straffen Sie Ihre Lieferantenzahl auf die wirklich nötige Menge und konzentrieren Sie sich auf die, die Ihnen mit ihren Leistungen und Produkten umsatzwirksame Effekte oder Kostenvorteile bringen.

Strukturieren Sie Bestellung und Anlieferung

Versuchen Sie, Bestellungen als auch Liefertermine zu bündeln, damit Sie insgesamt weniger Arbeits-, Prüf- und Lageraufwand haben und die gewonnenen Ressourcen für andere Bereiche einsetzen können.

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Schulungen durch Lieferpartner

Lassen Sie sich von Ihren Lieferpartnern genau jetzt schulen, wie Sie optimal mit den eingekauften Waren umgehen, um Ihre Verbräuche, Wareneinsätze und Nebenkosten zu optimieren. Beispiel: Umgang mit Reinigungsmitteln, Food-Produkten und anderen.

Lagerbestände reduzieren

Reduzieren Sie Ihre Lagerbestände, damit nicht Ablauf- und Verfallsdaten überschritten werden als auch die Kapitalbindung höher als nötig ist.

Stellen Sie Ihre Bestellverfahren auf digitale Plattformen um

Damit vereinfachen Sie abteilungsübergreifend alle Bestellprozesse, behalten über
Genehmigungsworkflows den vollen Überblick und verbessern Ihre Liquiditätsvorschau! Nutzen Sie hierbei lieferantenunabhängige Plattformen! Teilweise stellen Ihnen Lieferanten „kostenfreie“ Webshops zur Verfügung. Das klingt im ersten Moment verführerisch. Bedenken Sie: Diese Plattformen sind natürlich nicht unabhängig, sondern verfolgen ausschließlich das Ziel, Ihnen etwas verkaufen zu wollen.

Rechnungsprüfung verschärfen

Sollten Sie schon digitale Plattformen im Einsatz haben (z. B. allinvos.de oder progros.de) und darüber alle Ihre Lieferanten-Rechnungen zu 100 Prozent artikelgenau digitalisiert haben, fällt Ihnen die Rechnungsprüfung sehr leicht, da die Systeme auf Artikelebene sofort Preisabweichungen anzeigen. Sollten Sie noch „analog“ arbeiten, dann legen Sie genau jetzt noch mehr Wert auf eine verschärfte Rechnungsprüfung – insbesondere im Foodbereich.

Rückvergütungen 2019 prüfen

Haben Sie von Ihren Lieferanten, mit denen Sie Rückvergütungsabkommen vereinbart haben, schon Ihre Rückvergütungen für das Jahr 2019 bekommen?

Quelle: Progros, Download der Checkliste

Alle Inhalte zur Coronakrise im Überblick

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Warum Stornos bei der Kassennachschau zum Prüfungsrisiko werden

Die Kassennachschau kommt meist unangekündigt – und entscheidet sich selten an einem einzelnen Fehler, sondern an Mustern, Abläufen und Nachvollziehbarkeit. Gerade in der Gastronomie erleben wir immer wieder dieselben Schwachstellen: technisch oft korrekt, aber organisatorisch angreifbar. In unserer 10-teiligen Beitragsserie zeigen wir die 10 größten Fehler bei der Kassennachschau.

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Die Küche zählt zu den gefährlichsten Arbeitsplätzen im Gastgewerbe – doch die Anforderungen an Arbeitsschutz und Unfallprävention waren bislang über zahlreiche Dokumente verstreut. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe ändert das jetzt mit einer zentralen Anlaufstelle. Was Betriebe dort finden – und warum sich ein Lesezeichen lohnt.

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Viele Gastronomen nutzen bereits digitale Kassensysteme, Reservierungstools oder Warenwirtschaftslösungen. Doch ein Großteil der integrierten Funktionen bleibt oft ungenutzt. Hochgerechnet auf ein Jahr kann sich das ungenutzte Potenzial auf über 70.000 Euro pro Betrieb belaufen. Christian Jaentsch von Gastronovi hat die am häufigsten übersehenen Funktionen analysiert und gibt praxisnahe Tipps, wie Gastronomen ihre bestehende Infrastruktur besser ausschöpfen können.

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